Die Commerzbank will in Folge der Fusion mit der Dresdner Bank bis Ende 2012 ihre Filialen von 1540 auf 1200 reduzieren. Ziel der Maßnahme sei ein verbessertes Geschäft mit Privatkunden. "Wir legen nur solche Filialen zusammen, die wenige Meter von einander entfernt sind", sagte Martin Zielke, Vorstand für das Privatkundengeschäft der "Welt" (Dienstagausgabe). Dem Kunden entstehe in keiner Weise ein Nachteil.
Trotz der Reduzierung werde die neue Commerzbank mit 1.200 Filialen eines der dichtesten Zweigstellen in Deutschland haben. "Wir geben nicht einen einzigen Standort auf", sagte Zielke der Zeitung. Außerdem sei die Zusammenlegung vor allem für Kunden der alten Commerzbank ein zusätzlicher Vorteil, da sich die Zahl der Filialen bis zur Fusion auf nur 800 belaufen habe.
Angst, dass durch die Schließung der 340 Filialen dennoch Kunden verloren gingen, hat der Vorstand nicht. Auch die Umstellung der Mitarbeiter ist ihm zufolge nur eine Frage der Zeit. "Das Geschäftsmodell stimmt, es greift. Wir agieren trotz Integration und allen Unkenrufen wieder erfolgreich am Markt", sagte Zielke dem Blatt. Man habe im ersten Quartal diesen Jahres das beste Quartalsergebnis seit der Fusion der Dresdner Bank und Commerzbank erreicht. (dapd)
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