Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass am Lichtwiesenweg das Kletterzentrum Darmstadt des Deutschen Alpenvereins eröffnet hat - schon trifft sich dort die Elite der nationalen Kletterer, um die Deutschen Meisterschaften im Sportklettern auszutragen. Am übernächsten Wochenende (28./29.) ist die Halle an der Lichtwiese Austragungsort der Deutschen Meisterschaften und des Speedcups.
Am Start sind rund 100 Kletterer, darunter Jugendliche und Junioren. "Wir freuen uns natürlich, so eine Veranstaltung schon im ersten Jahr hier ausrichten zu können", sagt Michael Moneke, Vorsitzender des Alpenvereins Sektion Darmstadt-Starkenburg.
Den Veranstaltern fehlen noch helfende Hände: "Wir brauchen dringend noch ehrenamtliche Helfer an beiden Tagen", sagt Stefan Reisinger vom Alpenverein. Auch wer stundenweise helfen kann, ist willkommen. Fünfzig Anmeldungen von Helfern haben die Veranstalter schon, 200 werden gebraucht.
Wer Interesse hat zu helfen, wird gebeten, sich bei der Geschäftsstelle des Vereins im Kletterzentrum, Lichtwiesenweg 15, zu melden. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 18 bis 20 Uhr . Anmeldungen sind auch per Email möglich über die Adresse info@alpenverein-darmstadt.de. (an)
Dass die Deutschen Meisterschaften in Darmstadt über die Bühne gehen, sei bereits 2008, als die Halle noch im Bau war, vom Deutschen Alpenverein angeregt worden. Und als die Halle schließlich stand habe man sich auf Darmstadt als Austragungsort geeinigt.
Sport boomt
Dass der Klettersport boomt, macht sich in der neuen Kletterhalle seit deren Eröffnung bemerkbar. Etliche Zehntausend Kletterer seien inzwischen in deutschen Hallen unterwegs, sagt Moneke. Mit 17 Meter Höhe sei die Halle in Darmstadt eine der höchsten der rund 100 Kletterhallen in Deutschland - "sie wird super angenommen", so Moneke.
Die Halle wurde von zwei Kletterern aus dem Verein und einem Spezialisten gestaltet. Heraus kam eine Wand, die sowohl Leistungssportler als auch Anfänger anzieht. "Es ist deutlich mehr los, als wir angenommen haben", sagt auch Stefan Reisinger, ebenfalls Vorsitzender des Vereins.
Die Kletterhalle ist einer von insgesamt sechs Bundesstützpunkten und neben Kassel der zweite Stützpunkt für Kletterer in Hessen. "Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass auch schon Nationalmannschaften aus Südkorea oder Neuseeland hier geklettert sind", sagt Reisinger. Sie seien zu Weltcups in Europa gewesen und hätten in Darmstadt trainiert.
Beim Finale tobt die Halle
Wenn in zwei Wochen rund 60 Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften an den Start gehen, rechnen die Veranstalter mit einem großen Besucheransturm. Drei Disziplinen im Wettkampfklettern werden ausgetragen: Zunächst im Lead Klettern oder Vorstiegsklettern, einer Disziplin, bei der die Athleten durch ein Seil gesichert sind. Im Speedklettern bewegen sich die Starter an einer genormten Wand mit genormten Griffen. "Da geht es um Tempo, das ist sehr publikumswirksam", weiß Moneke. Dritte Disziplin ist das Bouldern, das Klettern in Absprunghöhe, bei dem die Sportler - sollten sie stürzen - auf einer Matte am Boden landen. Die Vorläufe beginnen am Samstag, 28. November, ab 11 Uhr, die Halbfinale und Finale am Sonntag, 29. November, ab 9.30 Uhr.
Rund 500 Zuschauer haben in der Halle Platz, erwartet werden sie zumindest am zweiten Tag. Bei den Finals sei erfahrungsgemäß jede Menge los: "Da tobt in der Regel die Halle", sagt Moneke. (an)
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