Insgesamt 1,6 Millionen Euro will der Verkehrsbetreiber Heag-Mobilo in die Erneuerung der Gleisbögen und der Haltestelle Orangerie investieren. Ziel ist, Fahrkomfort und Betriebssicherheit auf der Linie 3 zu erhöhen und Fahrgeräusche zu vermindern. In den Osterferien soll es losgehen: Dann werden zwischen Bessunger Straße 33 und Ludwigshöhstraße 7 die bisherigen Hausanker der Fahrleitungen durch Masten ersetzt. Anfang Juli sollen die Gleis- und Tiefbauarbeiten beginnen. Neben neuen Gleisen erhält der Streckenabschnitt eine neue Fahrbahndecke aus Asphalt. Außerdem wird die Haltestelle Orangerie aus der Kurve heraus Richtung Norden verlegt und barrierefrei gestaltet.
Die betroffenen Anwohner hatten nun Gelegenheit, sich in der Bessunger Knabenschule über Einzelheiten zu informieren: Dort ging es vor allem um die Ableitung des Regenwassers, die Pläne hinsichtlich der Grundstückseinfahrten sowie mögliche Schäden an den Gebäuden.
Der für technische Details zuständige Ralf Gummersbach trat Befürchtungen entgegen, durch die Fahrbahnerneuerung werde deren Niveau angehoben, so dass bei Starkregen vermehrt Wasser in die Häuser eindringe. „Die Fahrbahn bleibt auf dem jetzigen Niveau“, bekräftigte er. Dem Wunsch, die Fahrbahn abzusenken, erteilte er eine Absage: „Dann passen die Anschlüsse im Umfeld des erneuerten Streckenabschnitts nicht mehr.“
Gummersbach sagte zudem zu, dass alle Grundstückseinfahrten erhalten bleiben – auch dort, wo künftig die Haltestelle Orangerie liegen wird. Weil die neue Haltestelle mehr Platz braucht, fallen allerdings zwei Parkplätze weg.
Vor Beginn der Bauarbeiten gibt es ein Beweissicherungsverfahren. Ein Gutachter werde den Zustand aller Gebäude und Wohnungen dokumentieren, erläuterte Silke Rautenberg, Pressesprecherin von Heag-Mobilo – auch den von Häusern, die außerhalb des Sanierungsbereichs liegen.
Zugleich informierte sie über das nötige Planfeststellungsverfahren. Alle betroffenen Bürger haben dabei die Möglichkeit, Pläne einzusehen und eventuelle Einwendungen geltend zu machen. Weil es sich insgesamt um eine Instandhaltungsmaßnahme handele, würden auch keine Anliegergebühren erhoben. (wka.)
Die Unterlagen können bis Mitte Februar im Technischen Stadthaus, Bessunger Straße, Block D, eingesehen werden.

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