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15. März 2013

Geothermie in Groß-Gerau: Betroffene haben das Wort

Matthias Holenstein, Geschäftsführer der Stiftung Risiko-Dialog, ist zuversichtlich, dass die Gruppe in den nächsten Wochen ein Positionspapier formulieren kann.  Foto: Christoph Boeckheler

Neuer Termin für den Bürgerdialog Geothermie in Groß-Gerau: Am kommenden Dienstag berichten vier Betroffene von ihren Erfahrungen. Ein Positionspapier soll in den nächsten Wochen formuliert werden.

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Am Dienstag (19.) gibt es einen weiteren Termin für den Bürgerdialog Geothermie in Groß-Gerau (DialoGGeo). Ab 18.30 Uhr werden in der Stadthalle die Perspektiven von Betroffenen anderer Geothermieprojekte diskutiert, wie es in einer Mitteilung heißt.

Technologische und geologische Grundlagen, der Umgang mit den Risiken und die Chancen der Geothermie waren bislang die Themen der Bürgerforen der Schweizer Stiftung Risiko-Dialog zum geplanten Geothermieprojekt der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG). Nachdem beim jüngsten Bürgerforum vor wenigen Wochen eine Bürgerinitiative aus Bayern aufgezeigt hatte, wie der Dialog zwischen Anwohnern und Betreibern eines Erdwärmekraftwerks zu einem für alle akzeptablen Projekt führen kann, wird beim nächsten Termin ein Forum für Betroffene angeboten.

Vier Gäste berichten von ihren Erfahrungen. Bewusst wurde der Fokus auf kritische Stimmen gelegt, wie es weiter heißt. Nach kurzen Stellungnahmen der Betroffenen hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Auch ein Vertreter des hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie und ein geologischer Berater der ÜWG werden auf dem Podium mitdiskutieren.

Fokus auf kritischen Stimmen

Ebenfalls aktiv ist laut Mitteilung der Geothermiebeirat. Matthias Holenstein, der Geschäftsführer der Stiftung Risiko-Dialog, gibt sich zuversichtlich, dass die Gruppe in den kommenden Wochen ein Positionspapier formulieren kann. Darin werden Anforderungen aus Sicht der Interessengruppen an die ÜWG gestellt. Die Ergebnisse aus dem Beirat und den Bürgerforen sollen bei einem Schlussforum präsentiert werden, das voraussichtlich Ende April in der Stadthalle Groß-Gerau veranstaltet wird. Danach wird die Entscheidung, ob und wo Energie aus Geothermie genutzt werden soll, bei der ÜWG liegen. Für die genaue Ausgestaltung des Projekts wiederum soll im Falle eines positiven Entscheids mit den Anliegern des gewählten Standorts in Workshops zusammengearbeitet werden.

An bisher vier öffentlichen DialoGGeo-Veranstaltungen wurde die Geothermie in Groß-Gerau von verschiedenen Seiten betrachtet. Bürger, die nicht am Bürgerforum teilnehmen können, haben laut den Veranstaltern weiterhin die Möglichkeit, sich auf www.dialoggeo.de an der Diskussion zu beteiligen. (eis.)

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