Herr Scheidel, Stadtrat Feuchtinger möchte das Vivarium in die Obhut des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (EAD) geben. Findet der Vivarium-Verein Kaupiana das in Ordnung? Das ist zunächst einmal eine verwaltungsinterne Angelegenheit, die schon lange im Gespräch ist. Ich kann daran derzeit nichts Negatives erkennen.
Was wird sich für die Kaupiana ändern? Ich hoffe nichts. Es muss sichergestellt werden, das wir weiter für das Vivarium arbeiten können. Dazu gehört natürlich, dass die Spendenfähigkeit des Vereins erhalten bleibt.
Roman Scheidel (Jahrgang 1952) ist seit 2004 Kaupiana-Vorsitzender, des Fördervereins für das Vivarium.
Sie haben sich in der Vergangenheit bei der Neugestaltung eingesetzt und mit Spendengeldern etwa die Anlage der Binturongs geschaffen. Wird sich bei dieser Zielsetzung etwas ändern? Sicher nicht. Wir sind mit mehr als 6000 Mitgliedern der größte Darmstädter Förderverein und fühlen uns dem Vivarium auch weiter wie bisher schon verpflichtet. Selbstverständlich stehen wir auch für neue Investitionen bereit. Als nächstes wollen wir uns um das Terrarium kümmern.
Bleibt also alles beim Alten? Die neue Struktur könnte aus unserer Sicht sogar Vorteile bringen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei notwendigen Entscheidungen bis hin zu ihrer Umsetzung künftig schneller geht als bisher. Die geplanten Änderungen müssen aber jetzt schnell umgesetzt werden, damit keine Unsicherheit aufkommt.
Was wünscht sich der Kaupiana-Vorsitzende für die Zukunft? Eine gesicherte Finanzierung ist natürlich wichtig. Dazu gehört aber auch, dass unser inhaltliches Konzept der Thematisierung - Stichwort Gondwanaland - fortentwickelt und mit Leben angefüllt wird.
Interview: Frank W. Methlow

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