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Konjunkturprogramm in Darmstadt: Schulen als Schwerpunkt

Die Stadt Darmstadt zieht eine Bilanz zum Konjunkturprogramm: Insgesamt 48 Millionen Euro sind in Darmstadt investiert worden. Das meiste Geld, nämlich 39,4 Millionen Euro, ist in die Schulen geflossen.

An der Bertolt-Brecht-Schule wurde ein neuer Fachklassentrakt gebaut.
An der Bertolt-Brecht-Schule wurde ein neuer Fachklassentrakt gebaut.
Foto: Claus Völker

Baudezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) und Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) berichteten gestern, dass 51 Einzelmaßnahmen fristgerecht abgeschlossen wurden. Letzteres war eine wesentliche Bedingung der Konjunkturprogramme von Bund und Land, die Darmstadt mit zusammen 42 Millionen Euro bedachten.

Die grössten Ausgaben

Der Neubau des Fachklassentrakts an der Bertolt-Brecht-Schule hat 4.269.142 Euro gekostet. Aus dem Konjunkturprogramm wurden hierfür aber 4.559.100 Euro zur Verfügung gestellt. Da das vorgesehene Geld nicht ganz ausgegeben wurde, darf die Differenz nun für andere Maßnahmen verwendet werden.

Ähnlich ist es bei der Georg-Büchner-Schule: Für die Sanierung des Fachklassentrakts wurden dort 3.201.492 Euro investiert, im Konjunkturprogramm waren aber 3.257.500 Euro dafür vorgesehen.

Bei der Gesamtsanierung der Eleonorenschule reichten die 4.293.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm nicht aus. 5.728.225 Euro wurden investiert, davon trug die Stadt 1.435.225 Euro.

Zuzahlen musste die Stadt auch bei der 5.481.219 Euro teuren Gesamtsanierung der Erasmus-Kittler-Schule. Aus dem Konjunkturprogramm standen hierfür 3.301.247 Euro zur Verfügung.

Für die Ausstattung etwa von Mensen und Fachräumen an allen Schulen flossen 2.817.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm.

Die Finanzspritzen durften aber nur für zusätzliche, noch nicht im Haushalt aufgeführte Maßnahmen verwendet werden. Wie Lindscheid ausführte, gab es in Darmstadt seit 2003 ein umfangreiches Schulbausanierungsprogramm, das aber wegen fehlender Mittel nur sehr langsam umgesetzt werden konnte. Da sei das Konjunkturprogramm wie gerufen gekommen: „Wir mussten nur in die Schublade greifen.“

39,4 Millionen Euro flossen so in die Darmstädter Schulen, teils in Neubauten, teils in Sanierungen oder in eine verbesserte Ausstattung.

Als größtes Neubauprojekt bekam die Bertolt-Brecht-Schule einen Fachklassentrakt. Auf 2350 Quadratmeter Fläche wurden 18 Klassenräume mit technischer Laborausstattung errichtet. Die Frankensteinschule in Eberstadt erhielt eine energetische Fassadensanierung.

Geld floss auch in Kitas

Gesamtsanierungen betrafen die denkmalgeschützte Eleonorenschule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Turnhalle der Bernhard-Adelung-Schule. Die Haustechnik wurde auf den neuesten Stand gebracht und Grundrisse wurden nach schulischen Erfordernissen verändert.

Für die Erasmus-Kittler-Schule wurde als Teil der Gesamtsanierung ein Rohbau für ein Werkstattgebäude gebaut. Mit städtischen Mitteln soll der Bau fertiggestellt werden.

Am Berufsschulzentrum Mornewegstraße wurde für die Zeit der Sanierung der beiden beruflichen Schulen ein Interimsgebäude mit zehn Klassenräumen inklusive Nebengebäuden gebaut. Er soll später allen Darmstädter Schulen als Ausweichquartier zur Verfügung stehen.

Die Andersenschule und die Schillerschule erhielten Neubauten zur Ganztagsbetreuung. Dach- und Fassadensanierungen an der Lichtenberg- und der Käthe-Kollwitz-Schule sollen für mehr Energie-Effizienz sorgen.

Für Kindertagesstätten wurden 5,8 Millionen Euro ausgegeben. Im Akazienweg wurde eine Kita mit fünf Gruppenräumen gebaut. Die Kita Messeler Straße wurde energetisch und brandschutztechnisch saniert.

Das Konjunkturprogramm fördert mit zusammen 2,65 Millionen Euro auch die kommunale Infrastruktur. Dies betraf Baumaßnahmen an Feuerwehr- und Verwaltungsgebäuden sowie das Freizeitgelände Steinbrücker Teich. Dort wurde unter anderem der Bootssteg erneuert, der Spielplatz und die Toiletten umgebaut und die Minigolf-Anlage neu eingefasst.

Für die Abarbeitung des Konjunkturprogramms waren wegen der laufenden Haushaltskonsolidierung gesperrte Stellen beim Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt befristet besetzt worden. Was mit ihnen jetzt geschehe, sei noch nicht entscheiden, sagte Lindscheid. (ryp.)

Datum:  1 | 2 | 2012
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