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19. Dezember 2012

Neubau : Ein Darmstädter Entwurf

Die Stoeferlehalle an der Alexanderstraße ist baufällig und soll Mitte 2013 abgerissen werden. Foto: Roman Grösser

Das Architekturbüro-Büro Lengfeld und Wilisch setzt sich mit seinen Vorstellungen für das neue Gebäude der TU Darmstadt durch. Die Halle des studentischen Kulturbetrieb 603 qm soll Mitte 2013 abgerissen werden.

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Das Darmstädter Architekturbüro Lengfeld und Wilisch plant das neue Gebäude der Technischen Universität (TU) Darmstadt, das 2013 in der Alexanderstraße entstehen soll. In dem fünfstöckigen Neubau ist Platz für Büros, ein Lernzentrum und ein Café des studentischen Kulturbetriebs 603 qm. Das Untergeschoss steht für Konzerte zur Verfügung.

Man wolle weder einen Glaspalast noch ein „laut rufendes“ Gebäude wie das Darmstadtium zwischen Otto-Berndt-Halle und Verwaltungsgebäude errichten, sagt Thorsten Schmidt, Leiter der TU-Bauabteilung. Vielmehr solle sich der Neubau „unspektakulär“ in die bestehenden Gebäude einfügen.

Europaweite Ausschreibung

Die Halle in der Alexanderstraße 2 war 1954 für den Fachbereich Maschinenbau gebaut und nach dem damals verantwortlichen Professor Stoeferlehalle genannt worden. Seit rund zehn Jahren wird die nach ihrer Größe nun 603 qm genannte Halle als studentischer Veranstaltungsraum genutzt.

Voraussichtlich Mitte 2013 soll sie abgerissen werden; bis dahin laufen der Cafébetrieb und nicht lärmintensive Kulturveranstaltungen weiter. Die TU hatte sich in Abstimmung mit dem Asta und den Betreibern des 603 qm für den Abriss entschieden, da das Ordnungsamt nach Anwohnerbeschwerden ein Nutzungsverbot für abendliche Konzerte angeordnet hatte.

Das neue Gebäude bietet auch Platz für Büros.
Das neue Gebäude bietet auch Platz für Büros.
Foto: Lengfeld und Wilisch

Der rund 12,5 Millionen Euro teure Neubau soll eine Verbindung herstellen zwischen dem TU-Hochhaus aus den 70er Jahren und der mehr als 200 Jahre alten Otto-Berndt-Halle. Der europaweiten Ausschreibung war eine Machbarkeitsstudie vorausgegangen, in der geprüft wurde, was an dieser städtebaulich bedeutsamen Stelle unmittelbar gegenüber dem Darmstadtium architektonisch überhaupt möglich ist. In dem Auswahlverfahren setzte sich dann das Darmstädter Büro gegen 29 Mitbewerber durch.

Architekt Kay Wilisch hat 1986 an der damaligen Technischen Hochschule Darmstadt sein Diplom gemacht. Von damals kennt er die Architekturfakultät auf der Lichtwiese, die jetzt Anregungen für die Innengestaltung des Neubaus liefert. „Es ist durch und durch ein Darmstädter Entwurf“, sagt er. Und der sei architektonisch wie funktional gelungen, lobt TU-Kanzler Manfred Efinger.

Besonders überzeugte die Gestaltung des rund 1000 Quadratmeter großen Bereichs für die Studierenden. Zusätzlich zum Café und zum Veranstaltungsbereich entsteht durch eine breite Frei- und Sitztreppenanlage Richtung Süden auch eine attraktive Eingangszone für das 603 qm. Der Neubau solle die bestehenden, sehr unterschiedlichen Baukörper an dieser Stelle beruhigen und „heilende“ Funktion haben, sagt der Architekt.

Während in den oberen Etagen die Institutsmitarbeiter auf 2700 Quadratmetern möglichst ungestört arbeiten werden, können die Studenten, je tiefer sie kommen, endlich wieder richtige Partys feiern. „In dem Veranstaltungsraum im Keller können die Schallprobleme am besten gelöst werden“, sagt Thorsten Schmidt. Mit den zusätzlichen Büroflächen im Obergeschoss könne die TU künftig auf einen Teil der Anmietungen verzichten. (an.)

Das 603 qm und der Asta veranstalten am heutigen Mittwoch um 19 Uhr einen Informationsabend im 603 qm.

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