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14. Januar 2013

Obdachlosenunterkünfte: Keiner muss frieren

Für Obdachlose gibt es in Darmstadt sieben Unterkünfte mit Zwei- bis Vier-Bett-Zimmern, darunter auch ein Haus nur für Frauen, Container für Obdachlose mit Hunden und – als Zwischenlösung – eine Pension für Familien, die von heute auf morgen eine Wohnmöglichkeit brauchen.

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Das Schicksal von Obdachlosen berührt viele Bürger. Wenn ihnen an strengen Frosttagen zwischen Wixhausen und Eberstadt ein im Freien kampierender Wohnsitzloser auffällt, melden sie dies den Ämtern. Und das ist gut so. „Keiner muss auf der Straße übernachten“, betont Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne). „Alle, die Unterstützung wollen, bekommen sie auch.“

Seit 2002 gibt es ein städtisches Unterbringungskonzept. Über das Stadtgebiet verteilt stehen sieben Unterkünfte mit Zwei- bis Vier-Bett-Zimmern zur Verfügung, darunter auch ein Haus nur für Frauen, Container für Obdachlose mit Hunden und – als Zwischenlösung – eine Pension für Familien, die von heute auf morgen eine Wohnmöglichkeit brauchen.

Bis November wurden bisher in allen sieben Unterkünften 1332 Übernachtungen registriert. Das entspricht nach den Worten von Birgit Koss, der Leiterin des Amtes für Soziales und Prävention, dem üblichen Jahresdurchschnitt – knapp 1400 Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungsgäste beziffert sie auf rund 150 Personen.

In den Unterkünften können alle, die wieder wohnfähig werden wollen, zusätzlich zur sozialpädagogischen Betreuung Einzelfallhilfen in Anspruch nehmen. Im städtischen Haushalt stehen für die Obdachlosen-Unterbringung rund eine Million Euro bereit.

Anlaufstelle für alle Obdachlosen auf der Durchreise und gleichzeitig ambulante Beratungsstelle ist die Teestube in der Alicenstraße. Dort können die Männer und (zunehmend mehr) Frauen auch ihren Tagessatz in Höhe von 13,80 Euro abholen, sich waschen und medizinische Erstversorgung in Anspruch nehmen. (pyp.)

Die Obdachlosenstelle ist unter der Nummer 06151/133277 Tag und Nacht erreichbar. An sie können sich Bürger wenden, die den Eindruck haben, dass ein Obdachloser Hilfe braucht.

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