Ein Busfahrer in Darmstadt hat einen elfjährigen Jungen stehen lassen, weil dem Schüler zehn Cent für die Fahrkarte nach Hause fehlten. Eine Sprecherin des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des „Darmstädter Echos“.
Die Mutter des Jungen hatte ihm am Montag einen Euro für die Fahrt gegeben - und vergessen, dass am Wochenende der Tarif angehoben worden war. Der Schüler habe deswegen am Nachmittag zu Fuß nach Hause gehen müssen und sei eine halbe Stunde später als sonst angekommen.
Die Sprecherin bedauerte den Vorfall. „Wenn Fürsorgepflicht und Tarifanwendungspflicht gegeneinander abgewogen werden, hat bei zehn Cent die Fürsorgepflicht Vorrang“, sagte sie. Das Unternehmen wolle mit dem Busfahrer ein Gespräch führen und „ihm deutlich machen, was dieser Fall bedeutet“. (dpa)
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