Darmstadt
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10. Januar 2013

Rüsselsheim: Köstliche Kompositionen

Nicht nur der Gaumen, auch die Augen werden bei den festlichen Mezze-Tafeln verwöhnt.  Foto: Susanne Rapp

Zwei Hobby-Köchinnen gründen einen Supper Club und führen Menschen beim gemeinsamen Genuss ihrer kulinarischen Küche zusammen.

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Seit einiger Zeit etablieren sich „Supper Clubs“ – zu deutsch: Abendessen-Clubs – auch hierzulande. Sie kommen meist in Großstädten zusammen, wo die Möglichkeit, in exklusiver Runde kulinarisch verwöhnt zu werden, immer mehr Interessenten findet. Seit vergangenem August gibt es mit „13 bei Tisch“ auch in Rüsselsheim einen Supper Club.

Seit ihrem siebten Lebensjahr kocht Claudia Muhl für ihr Leben gern. Das Kochen vergleicht die Musiktherapeutin mit dem Komponieren. Seit vielen Jahren suchte sie nach Gleichgesinnten, um einen Supper Club zu gründen. In Ulla Bettmann fand sie die richtige Mistreiterin. Bettmann gibt zu, dass sie erst seit zehn Jahren mit Lust und Liebe kocht. Denn erst als das „Muss“ in Form des täglichen Mittagessens für die Familie wegfiel und Zeit für das Experimentieren blieb, begann das Kochen ihr Freude zu bereiten.

Zueinander fanden die begeisterten Köchinnen erst durch einen gemeinsamen Freund, auch wenn sie beide an der Helen-Keller- Schule tätig sind.

Drei Kochbücher, zwei von Yotan Ottolenghi und Sami Tamamimi und eines von Mohammed Salameh mit dem Titel „Mezze, ein Genuss“, prägen Muhls Kochambitionen. Mezze sind kleine Vorspeisen aus der arabischen Küche. Bei einer ersten Mezze-Tafel im Sommer wurden probehalber Freunde verköstigt: Es gab Lammfleisch in Granatapfel-Kirsch-Soße, gefüllte Hähnchenbrust in Aprikosen-Soße, Gurkensalat mit Mohn oder auch Buschbohnen-Zuckerschoten-Salat mit Haselnüssen und Orangen.

Ziel des neuen Supper Clubs ist es, Menschen zusammenzuführen, um gemeinsam zu genießen und ein Fest für die Sinne zu feiern. Denn neben Essen und Gesprächen spielen auch die optischen Reize einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Events. So ist die Dekoration des Tischs auf die Gerichte abgestimmt und das Auge findet immer wieder neue liebevolle Details.

Der Name „13 bei Tisch“ geht auf einen Krimi von Agatha Christi zurück: Es werden immer nur 12 Gäste geladen werden, der 13. Platz könne, wie es in vielen Kulturen zu Weihnachten Sitte ist, als leerer Stuhl am Tisch für einen unerwarteten Gast bereitstehen.

Der Ort der kulinarischen Verwöhntreffen wechselt, findet jedoch immer nur in Privathaushalten statt – daher auch die limitierte Teilnehmerzahl. Die Kosten für die Lebensmittel werden von den Teilnehmern getragen. Obst und Gemüse stammen von einem ortsansässigen Biobauern, Fleisch und Fisch kommen von einem Lieferanten aus Trebur, da das Kochduo Wert auf kurze Wege legt.

Die gute Resonanz auf die Mezze-Tafel im Sommer motiviert Ulla Bettmann und Claudia Muhl weiterzumachen. Fünf Events sind für 2013 geplant.

Drei Tage dauert es, bis das Essen fertig zubereitet ist. Wofür die ganze Mühe? „Weil es so furchtbar Spaß macht“, erklärt Claudia Muhl. Der gesamte Prozess, von der Planung bis zur Zubereitung und dem gemeinsamen Essen sei herrlich. Zu beobachten, wie das Angebotene genossen wird, wie es andere Menschen glücklich macht, sei wie der Applaus zu einem kreativen Kunstwerk. (eda.)

Auf Facebook ist der Supper Club demnächst mit Terminen unter „13 bei Tisch“ zu finden. Dort kann man sich auch anmelden.

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