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16. Januar 2013

Verkehrs-Kontrollen in Darmstadt: Blitzen gegen das Haushaltsloch

.Das neue Einsatzfahrzeug hat 90.000 Euro gekostet.Foto: Roman Grösser

Die Radar-Säule an der Karlsruher Straße in Darmstadt hat in drei Monaten rund 200.000 Euro eingebracht. Es sind weniger Temposünder unterwegs. In Darmstadt sollen elf weitere moderne Blitzsäulen aufgestellt werden.

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Die Blitzsäule an der Kreuzung der Karlsruher Straße/Pfungstädter Straße in Eberstadt ist einträglich. Seit Mitte Oktober vergangenen Jahres in Betrieb, hat sie bis zum Jahresende Verwarnungsgelder von rund 213 000 Euro eingebracht. Auffallend dabei: Die Zahl der Tempoverstöße an der vielbefahrenen Kreuzung ist im Laufe der Monate deutlich zurückgegangen.

Im Oktober wurden 9676 Temposünder geblitzt, das war fast jeder zwölfte der 123 789 kontrollierten Autofahrer. Im November waren noch 7954 Autofahrer schneller als erlaubt unterwegs. Im Dezember, als die Kontrollstelle hinreichend bekannt war, wurden 167 597 Fahrer kontrolliert, 5314 von ihnen waren zu schnell. Damit sank die Quote der Temposünder binnen zweier Monate von 7,8 auf 3,2 Prozent. Die Zahl der Rotlichtsünder an der Kreuzung ist nach Angaben von Ordnungsdezernent Rafael Reißer (CDU) „verschwindend gering“.

Verkehrssicherheit erhöht

Der Dezernent, der vor Monaten die Verkehrsdisziplin in Darmstadt moniert hatte, sieht die Entwicklung positiv: „Die Verkehrssicherheit hat sich erhöht.“ Dieser Aspekt stehe für ihn im Mittelpunkt der Kontrollen, beteuert der Christdemokrat. Aber auch die Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeld sind wichtig und im Haushalt fest eingeplant. Der Ausbau der Verkehrskontrollen ist Teil des grün-schwarzen Konsolidierungskonzepts. Für dieses Jahr sind Einnahmen von 2,6 Millionen Euro an Verwarnungsgeld eingeplant – Falschparken inklusive.

In den nächsten Monaten sollen im Stadtgebiet elf weitere Blitzer-Säulen zur Geschwindigkeit- und Rotlichtkontrolle installiert werden. In stetem Wechsel werden sie von jeweils einer der drei Laserkameras bestückt, die die Stadt anschafft. Insgesamt 500 000 Euro will Reißer investieren. Die Einnahmen aus Eberstadt zugrunde gelegt, könnten sich die Kosten bald amortisieren.

Parallel zu den stationären Kontrollen setzt die zum Ordnungsamt gehörende Kommunalpolizei zwei Autos für mobile Messungen ein. Neu im Fuhrpark ist ein Wagen mit Radar und hochauflösender Digitalkamera.

Die Technik macht's möglich

Diese technische Ausstattung ermögliche eine gute Auswertbarkeit, erläutert der Leiter der Dienstgruppe Radar, Markus Kahlig. Ein Piepton ist das akustische Zeichen, dass ein Autofahrer zu schnell unterwegs war. Im Inneren des Wagens sind auf einem Monitor die geblitzten Fahrzeuge zu sehen. Mit 42 Stundenkilometern ist der Volkswagen unterwegs, der am Dienstagmittag die Messstelle in der Roßdörfer Straße passiert. Dort gilt Tempo 30. „Das kostet 15 Euro“, sagt Oliver Tempel, stellvertretender Leiter der Kommunalpolizei. Die städtischen Mitarbeiter laden am Ende ihrer Schicht die Daten auf einen USB-Stick und werten sie im Büro aus. Die Verkehrssünder-Fotos leiten sie an das Rechenzentrum Ekomm 21 weiter, das die Bescheide versendet.

Einsatzschwerpunkt sind Tempo-30-Straßen. Sieben Tage die Woche, in der Regel von 6 bis 24 Uhr. Kontrolliert werde aber auch dort, wo Bürger glauben, es werde zu schnell gefahren

Seit Mitte Oktober steht der silberfarbene Wagen am Straßenrand. 27.654 Autos wurden seither kontrolliert. „1559 waren zu schnell“, zieht Reißer Zwischenbilanz. Eine Quote von 5,6 Prozent. „Das ist unterdurchschnittlich“, sagt Kommunalpolizist Tempel. In den ersten drei Monaten wurden über das neue, 90.000 Euro teure Einsatzfahrzeug nach Angaben Reißers Verwarnungsgelder in Höhe von 22.260 Euro verhängt. (rf.)

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