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Darmstadt
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16. Januar 2013

Winterdienst Darmstadt: Entspannt trotz Schnee und Eis

Das Freikratzen der Autoscheiben gehört zu den Aufgaben, die im Winter jeder selbst übernehmen muss.  Foto: Roman Grösser

Der Winter ist zurück. Die Winterdienste sehen sich gerüstet, aber Autofahrer sollten ihre Batterie im Auge behalten.

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Nach dreiwöchiger Tristesse ist der Winter zurück. Es schneit, und vor allem nachts ist es bitterkalt. Das mag durchaus schön sein, bringt aber auch Gefahren mit sich. Überdies können sich die Winterdienste über mangelnde Arbeit nicht beklagen.

Keine besonderen Vorbereitungen auf Winterglätte gibt es derzeit bei der Straßen- und Autobahnmeisterei Darmstadt (SAM). „Das Abfahren der Straßen, streuen und räumen ist ja im Winter unser Hauptgeschäft“, sagt deren Leiter Bernhard Hofmann. Das Arbeitsgebiet der SAM umfasst die A 5 vom Frankfurter Kreuz und die A 67 bis zur Landesgrenze Baden-Württemberg sowie die Bundes-, Land- und Kreisstraßen in Südhessen außerhalb der Kommunen.

„Wir passen dabei unsere Arbeitszeiten den wetterlichen Gegebenheiten an“, so Hofmann. Schichtdienste gewährten eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Notfalls könnten per Rufbereitschaft weitere Kräfte herangezogen werden. Hofmann ist angesichts der Prognosen entspannt. Der Winter sei nicht so schlimm wie der vor zwei Jahren: „Damals sind wir schon an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen.“

120 Kilometer Radwege

Ähnlich sieht es beim Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) der Stadt aus, der für den Winterdienst auf den Darmstädter Straßen und somit für 350 Kilometer Straße und 120 Kilometer Radwege zuständig ist. „Derzeit handelt es sich nicht um eine besondere Situation. Wir passen unsere Einsätze aber den jeweiligen Witterungsbedingungen an“, sagt EAD-Sprecherin Stefanie Herhudt. Es stehen 95 Mitarbeiter, 14 Großfahrzeuge, 30 Kleintraktoren und zwölf VW-Kabiner für den Ernstfall bereit.

„Bei der Räumung haben dann Hauptverkehrsstraßen, Bus- und Straßenbahn-Routen, Gefällstrecken sowie öffentliche Bereiche wie die Innenstadt und der Hauptbahnhof Priorität“, berichtet Stefanie Herhudt. Damit dabei nicht das Salz ausgeht, wurden die Vorräte in der Salzhalle des EAD und dem betriebseigenen Silo für den Winter 2012/13 ausreichend bestückt. Zusätzlich lagert der EAD in einem interkommunalen Salzlager in Wiesbaden noch einmal einige Tonnen Streusalz, die nach Bedarf jederzeit zur Verfügung stehen.

Spikes für Zweiräder

Dies dürften wohl alle Darmstädter gerne hören. Radfahrer können ihr Gefährt zusätzlich mit speziellen Reifen ausrüsten. Diese sind mit bis zu 240 Metallstiften, sogenannten Spikes bestückt. „Die helfen aber nur bei einer wirklich geschlossenen Schnee- oder Eisdecke. Bei einer nur teilweise vereisten Strecke bringen die Spikes nicht allzu viel“, sagt Christian Lust vom Radhaus an der Heidelberger Straße. Zudem verlängere sich der Bremsweg. So seien es auch vorrangig Vielfahrer, die sich mit den Spezialreifen ausstatten. Für Alltagsfahrer lohne sich die Umrüstung nicht.

Aber auch Autofahrer haben dieser Tage Sorgen. Bei Minustemperaturen gehen altersschwache Autobatterien schnell in die Knie. Nach einem schwachbrüstigem Röhren des Anlassers am Morgen geht dann schnell nichts mehr.

„Schlimm ist es meist, wenn die Temperaturen zum ersten Mal im Winter deutlich unter Null fallen wie Mitte Dezember“, sagt Philipp Streit von der ADAC-Pannenhilfe in Groß-Gerau, zuständig für die Koordination der Pannenhelfer. Die Entwicklung immer modernerer Autos verkleinere das Problem mit alten Batterien nicht – ganz im Gegenteil: „Immer mehr Elektronik zieht auch immer mehr Saft“, betont Streit. (ers./ryp.)

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