Das iPhone und andere Apple-Geräte speichern Bewegungsprofile ihrer Nutzer – und lösen großen Ärger aus. Was Apple mit dieser Datensammlung bezweckt? Apple befindet es nicht für nötig, Stellung zu beziehen.
Spur durch Europa: Bewegungsskizze eines iPhone-Nutzers, rekonstruiert anhand der auf dem Handy gespeicherten Daten.
Foto: Screenshot
Spur durch Europa: Bewegungsskizze eines iPhone-Nutzers, rekonstruiert anhand der auf dem Handy gespeicherten Daten.
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Wo waren Sie am 22. November 2010? Wer ein iPhone hat, kann seinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen – oder muss sich auf eine Überprüfung durch den eifersüchtigen Partner gefasst machen. Wie jetzt bekannt wurde, speichern das Smartphone von Apple und auch iPads, die auf Mobilfunknetze zurückgreifen, per Sendemastortung genaue Daten über den Aufenthaltsort des Nutzers – verknüpft mit einem genauen Zeitpunkt. Dieses Bewegungsprofil kann mit minimalem technischen Können von jedermann ausgelesen werden, der Zugang zum iPhone oder iPad hat. Die Daten werden sogar auf Computern gespeichert, mit denen die Geräte Daten ausgetauscht haben.
Entdeckt wurde die Sammelwut des im Juni eingeführten iPhone-Betriebssystems iOS4 von den britischen Informatikern Alasdair Allan und Pete Warden. Sie stellten gleichzeitig ein Programm vor, mit denen sich iPhone-Nutzer innerhalb weniger Minuten ihr Bewegungsprofil auf einer Weltkarte anschauen können.
Der Skandal
Die Informatiker Alasdair Allan und
Pete Warden fanden auf dem iPhone und dem iPad 3G zufällig eine unverschlüsselte Datei, in der vermerkt war, wann sich der Gerätenutzer wo aufhielt. Unklar ist bislang, welchen Zweck die Protokolle erfüllen sollen. Es gebe keine Hinweise darauf, das die Daten an Apple oder andere übermittelt würden.
Experten sehen ein potenzielles Sicherheitsproblem, weil die Bewegungsdaten auf dem Gerät unverschlüsselt gespeichert und damit ausgelesen werden können. Während die Funkpeildaten bei Mobilfunkanbietern sicher auf zentralen Rechnern verwahrt werden, sind die Protokolle auf privaten iPhones, iPads und Rechnern weit weniger vor Spionage geschützt. afp
In Fachkreisen war bislang lediglich bekannt, dass Apple anonymisierte Geo-Daten sammelt, um damit seine Dienste zu optimieren. Auch Handys mit dem erfolgreichsten Smartphone-Betriebssystem Android von Google speichern laut dem Programmierer Magnus Eriksson Ortsdaten – aber nur wenige, zudem sind sie besser versteckt. Besorgniserregend an Apples Praxis ist, dass der Zugriff auf die Daten durch die fehlende Verschlüsselung und lokale Speicherung so leicht möglich. Die Entdecker Allan und Warden schreiben: „Durch die Speicherung der Daten hat Apple es allen ermöglicht, ein detailliertes Bild Ihrer Bewegungen zu erlangen – vom eifersüchtigen Ehegatten bis zum Privatdetektiv.“
Zum anderen ist unklar, was Apple mit dieser Datensammlung überhaupt bezweckt. Denn Apple hat es bislang nicht für nötig befunden, Stellung zu beziehen – weder hier noch in den USA, wo ebenfalls die Verärgerung groß ist. Auch die Frankfurter Rundschau konnte die Apple-Pressestelle in Deutschland nicht für einen Kommentar erreichen.
Neue Mobiltelefone im April
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Neue Mobiltelefone im April
HTC Wildfire S
Nachfolger des erfolgreichen Wildfire. Ideal für Smartphone-Einsteiger, die unterwegs mal kurz online gehen oder Nachrichten in sozialen Netzwerken veröffentlichen wollen.
Betriebssystem: Android 2.3 (Gingerbread) mit HTC Sense
Preis (ohne Vertrag): 279 Euro
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Motorola Gleam
Einfaches Klapp-Handy im Stil des Razr-Modells. Es ist kein Smartphone, hat aber eine 2-Megapixel-Kamera, Radio und WAP-2.0-Internet. Gut für alle, die mit einem Handy vor allem telefonieren wollen.
Betriebssystem: Hersteller
Preis (ohne Vertrag): 99 Euro
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Emporia A3690
Seniorenhandy mit extra großen Tasten, hörgerätetauglichen Lautsprecher, breites Display und Notruftaste auf der Rückseite des Geräts. Verfügt über ein eingebautes GPS zur Ortung des Besitzers im Notfall.
Betriebssystem: Hersteller
Preis (ohne Vertrag): 199,99 Euro
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Samsung Corby II
Günstiges Smartphone für jüngere Zielgruppe mit Internet-Anschluss über WLAN, 2-Megapixel-Kamera, Radio und MP3-Player. Lange Akku-Laufzeit von 9,5 Stunden.
Betriebssystem: Hersteller
Preis (ohne Vertrag): 189 Euro
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Samsung Galaxy Gio
Android-Smartphone aus dem guten Mittelfeld mit WLAN, HSDPA (High-Speed-Internet), Touchscreen-Bildschirm und 3,2-Megapixel-Kamera. Der interne Speicher lässt sich erweitern.
Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
Preis (ohne Vertrag): 329 Euro
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Simvalley Mobile SP-40
Günstiges Einsteiger-Smartphone, das mit zwei Sim-Karten betrieben werden kann. Nachteil: keine UMTS-Ausrüstung, schwacher 416-Megahertz-Prozessor.
Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
Preis (ohne Vertrag): 99,90 Euro
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Simvalley Mobile SP-60
Baugleiches Schwestermodell mit besserer Kamera-Auflösung (3 Megapixel) und zusätzlichem GPS an Bord.
Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
Preis (ohne Vertrag): 129,90 Euro
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Sony Ericsson Xperia Neo
Multimedia-Smartphone mit allem Schnick und Schnack: 8-Megapixel-Kamera, Videofunktion in HD-Qualität, HDMI-Anschluss für den Fernseher und großer Touchscreen (4,2 Zoll). Das eingebaute GPS kann als Navigator benutzt werden.
Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
Preis (ohne Vertrag): 479 Euro
Foto: Hersteller
Sony Ericsson Xperia Play
Smartphone für Videospieler. Im aufgeklappten Zustand offenbart das Telefon keine Tastatur, sondern einen Game-Controller, Grafik und Display sollen besser sein als die der Sony-Spielkonsole PSP. Das Xperia Play verfügt aber auch über eine 5-Megapixel-Kamera.
Betriebssystem: Android 2.3 (Gingerbread)
Preis (ohne Vertrag): 649 Euro
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Swissvoice SV29
Robustes Outdoor-Handy, das sich auch über Solarzellen auf dem Rücken aufladen lässt. Keine Smartphone-Features, aber mit UKW-Radio und Taschenlampe ausgerüstet. Lange Trips sollte man mit dem Handy allerdings nicht unternehmen, die Akkuleistung ist mit 3 Stunden eher mager.
Betriebssystem: Hersteller
Preis (ohne Vertrag): 89,90 Euro
Foto: Hersteller
Motorola Pro
Business-Smartphone mit Volltastatur und eher kleinerem Display, das – laut Hersteller – auch ein „Freizeitprofi“ ist. Kann als mobiler UMTS-Hotspot für bis zu fünf weitere Geräte genutzt werden. Über eine eingebaute Sicherheitsfunktion können Daten aus der Ferne gelöscht werden.
Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
Preis: k.a.
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HTC Sensation
Soll das neue Flaggschiff der Marke werden. Über dem Android-System liegt die Touchscreen-Oberfläche Sense, die hier um 3D-Scroll-Effekte erweitert wurde. Über Quick-Links lassen sich ausgewählte Anwendungen (z.B. die 8-Megapixel-HD-Kamera) auch bei gesperrtem Touchscreen öffnen.
Betriebssystem: Android 2.3 (Gingerbread)
Preis: k.a.
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Virenschutz fürs Smartphone
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Virenschutz fürs Smartphone
Sind Smartphones überhaupt durch Viren oder Angriffe von außen gefährdet?
Theoretisch ja, denn Smartphones sind im Prinzip kleine Computer. Deshalb können sie auch angegriffen, ausspioniert oder gekapert werden. Bislang gibt es allerdings kaum Schadprogramme für die Multimedia-Handys.
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Das liegt vor allem daran, dass es bislang noch eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen gibt wie das iPhone-System iOS, Android von Google oder Windows Phone 7 von Microsoft. Das erhöht den Aufwand für Virenprogrammierer - sie müssten ihre Schadprogramme an alle Systeme anpassen.
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Was kann ich tun, um mein Smartphone zu schützen?
Die Auswahl an Anti-Viren-Programmen und Firewalls für Smartphones ist bislang relativ klein. Schutzsoftware ist trotzdem schon von den großen namhaften Firmen wie von kleineren Herstellern zu finden.
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Sie bieten meist Miniprogramme an, sogenannte Apps, die sich direkt auf dem Smartphone installieren lassen. Oft sind die Programme sogar kostenlos. Nützlich sind die Apps vor allem, wenn sie Funktionen beim Verlust von Smartphones bieten.
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Was muss ich bei Apps beachten?
Bei den Miniprogrammen müssen Nutzer vorsichtig sein. Sie sollten keine Programme aus unbekannten Quellen zulassen - das ist auf den Telefonen meist sowieso standardmäßig deaktiviert. Zudem geben Apps bei der Installation an, welche Rechte sie anfordern. Verlangt etwa ein Spiel Zugriff auf SMS oder GPS, sollten Nutzer stutzig werden.
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Beim iPhone und bei Android-Handys werden die App-Angebote von Apple und Google zentral kontrolliert. Taucht eine schädliche App auf, entfernen die Unternehmen sie meist schnell aus dem Angebot. Möglich ist sogar, die Schadprogramme aus der Ferne automatisch zu deinstallieren.
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Wie kann ich mich für den Fall des Verlusts meines Smartphones schützen?
In der Londoner U-Bahn werden bereits mehr Smartphones als Regenschirme verloren. Der Verlust ist für Geschäftsleute genauso wie für Privatmenschen schmerzlich, denn mit dem Telefon gehen viele Daten verloren - und befinden sich dann vielleicht sogar in der Hand eines unehrlichen Finders.
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Smartphones sollten daher unbedingt mit einem Code gesperrt werden, zusätzlich zur Geheimnummer der SIM-Karte. Manche Telefone besitzen zudem spezielle Funktionen, mit denen sich das Telefon orten oder sperren lässt und mit denen die Daten darauf gelöscht werden können. Auch Virenschutz-Programme bieten diese Funktion oft zusätzlich.
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Ich habe ein Android-Smartphone - was kann ich gegen die aktuelle Sicherheitslücke tun?
Android-Handys übertragen bestimmte Anmeldedaten unverschlüsselt. Wenn sich ein Nutzer mit seinem Smartphone in ein offenes WLAN-Netzwerk etwa in einem Café, einem Hotel oder am Flughafen einbucht, können diese Daten mitgelesen werden. Behoben ist das Problem weitgehend in der neuesten Android-Version, wer kann, sollte also ein Update machen. Für viele Nutzer ist dies aber nicht so einfach möglich. In diesem Fall sollten Android-Nutzer das automatische Synchronisieren deaktivieren, wenn sie offene WLAN-Netze nutzen. Zudem sollten sie offene Netzwerke nach der Benutzung aus ihrer WLAN-Liste löschen - dann bucht sich das Handy dort nicht mehr automatisch ein.
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AFP
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Geräte, die das Smartphone verdrängt hat
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Geräte, die das Smartphone verdrängt hat
Navigationsgerät
Die meisten modernen Smartphones sind mit dem Satellitensystem GPS ausgestattet und zeigen ebenso gut den richtigen Weg an. Wer sein Smartphone um ein richtiges Navigationsprogramm erweitert, fährt außerdem billiger als mit einem zusätzlichen Gerät.
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Mobile Spielkonsolen
Auch die Hersteller von mobilen Spielkonsolen wie Nintendo DS und die Sony Play Station spüren den Druck durch Smartphones. Die geben passable Spielgefährten ab und man hat sie ohnehin immer dabei. Die Konsolenhersteller versuchen mit 3D-Bildschirmen gegenzusteuern. Ob's hilft...?
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MP3-Player
Um den MP3-Player zu ersetzen, braucht man heutzutage noch nicht mal ein Smartphone. Auch viele ganz normale Handys haben den integriert. Einziger Nachteil: Der Musikgenuss geht auf die Akkuleistung des Telefons.
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Taschenkalender
Zugegeben: Das Eintragen eines Termins dauert auf dem iPhone dreimal so lang wie die schnelle Notiz mit dem Kuli im Taschenkalender. Dafür schickt dieser aber auch keine automatisierten Erinnerungen. Vorteil Smartphone!
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Wecker
Sie sehen zwar schön aus, aber welcher Smartphone-Besitzer braucht das unhandliche Ungetüm überhaupt noch? Obwohl: Das schrille Weckerklingeln haben wir noch nie überhört, das sanfte Vogelgezwitscher dagegen schon...
Foto: Sun Ladder/Wikimedia
Armbanduhr
Und noch ein Zeitansager wird langsam zum Opfer: die Armbanduhr. Wozu noch unter zwickenden Uhrenbändern schwitzen, wenn man ja doch alle fünf Minuten auf sein Smartphone starrt?
Foto: NotFromUtrecht/Wikimedia
Digitalkamera
Die Linsen der Smartphones werden immer besser, die Speichermenge größer – wenn es lediglich um Schnappschüsse geht, hat das Smartphone der Digitalkamera schon lange den Rang abgelaufen. Wer's nicht glaubt, war lange nicht mehr auf einem Konzert.
Foto: dpa
Festnetz-Telefon
Mal ehrlich: Wie oft probieren Sie tatsächlich Freunde zuerst zu Hause anzurufen? In Zeiten von Flatrate & Co. hat das gute alte Festnetz-Telefon keine Chance. Telefoniert wird mobil.
Foto: picture-alliance / dpa
Aufnahmegerät
Wer heutzutage noch mit einem Aufnahmegerät zu Interviews oder ähnlichen Veranstaltungen geht, gilt als hoffnungsloser Nostalgiker. Schließlich verfügen Smartphones über eingebaute Mikrofone und Riesenspeicher, die mit kristallklaren Aufnahmen gefüllt werden wollen.
Foto: mib18/Wikimedia
Taschenlampe
Zu guter Letzt stirbt auch noch die Taschenlampe den Smartphone-Tod. Wer nicht gerade bei mondloser Nacht ein kompliziertes Iglu-Zelt aufbauen muss, ist mit der Leucht-Funktion von Smartphones bestens bedient. In vielen Fällen reicht schon das helle Display der Allround-Geräte aus, um Licht in die Sache zu bringen.
Foto: KMJ/Wikimedia
Flip-Kamera
Beim Start im Jahr 2007 galten die Flip-Kameras noch als cooles Gadget, das den Markt umkrempeln könnte. Doch wer ein Smartphone mit Videofunktion besitzt, kann darauf Videos direkt schneiden und ohne den Umweg über einen Computer ins Netz stellen. Das Aus für die Flip-Kamera und wohl auch viele andere Video-Kameras.
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dpa
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Entsprechend verärgert sind Politik und Datenschützer. Ein Sprecher von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte Apple auf, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Das heimliche Erfassen und Speichern der Standort-Daten eines Smartphones wäre ein grober Eingriff in die Privatsphäre des Nutzers, sagte er. Bewegungsprofile zählten zu den sensibelsten persönlichen Daten überhaupt und dürften nur mit „gesonderter und ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen“ erhoben werden. Die FDP reagierte empört auf die Nachricht, dass Smartphone-Betreiber Bewegungsprofile ihrer Handy-Kunden erstellen. „Es ist absolut nicht in Ordnung, den Leuten so etwas unterzuschieben“, sagte Marco Buschmann, Rechtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion.
Die Mobilfunk-Betreiber müssten ihre Kunden jetzt sofort darüber informieren, welche Daten in welchem Umfang gespeichert worden sein. Buschmann forderte zudem eine rechtliche Prüfung, ob das Abgreifen von Daten durch eine Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen verhindert werden kann.
Der zuständige bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Kranig hat Apple schriftlich aufgefordert, die Speicherung von Bewegungsdaten von iPhone- und iPad-Nutzern aufzuklären. Er habe einen Fragenkatalog an die deutsche Apple-Niederlassung in München geschickt, sagte Kranig. Apples Deutschland-Zentrale ist in München. Apple, so Kranig weiter, werde gebeten zu beantworten, welche Geräte Bewegungsdaten speichern, welche Daten das sind und wo sie gespeichert werden. Außerdem will der Datenschützer von dem Unternehmen wissen, wer Zugriff auf die Daten hat, „ob und was Apple damit macht und ob der Nutzer die Möglichkeit hat, diese Datenerfassung zu unterdrücken“. Auch in Italien und den USA laufen Anfragen der Datenschutzbehörden. (mit dpa)