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NSA-Affäre
Der US-Geheimdienst NSA hört mit - auch am Handy von Kanzlerin Merkel. Hilft die Äffäre dem Whistleblower Edward Snowden?

07. Oktober 2013

Edward Snowden: Auch Kanada soll in Brasilien spioniert haben

Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden.  Foto: rtr

Neue Enthüllungen durch Whistleblower Edward Snowden sollen belegen, dass das brasilianische Energieministerium auch von Kanada überwacht wurde. Das meldet der brasilianische TV-Sender Globo.

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Neben den USA soll auch Kanada im großen Stil die Kommunikation des brasilianischen Bergbau- und Energieministeriums ausgespäht haben. Dies geht aus internen Dokumenten des kanadischen Geheimdienstes hervor, die am Sonntag vom brasilianischen Fernsehsender Globo veröffentlicht wurden, der sie eigenen Angaben zufolge von dem US-Computerexperten Edward Snowden erhalten hatte. Die Dokumente zeigen eine detaillierte Aufschlüsselung von Telefonaten, E-Mails und Internetaktivitäten des Ministeriums.

Brasiliens Energieminister Edilson Lobao sagte dem Fernsehsender, es handele sich um eine „ernste“ Entwicklung. „Es gibt viele kanadische Unternehmen, die Geschäfte in unserem Land treiben“, sagte Lobao. „Ob geschäftliche Interessen auch der Grund für die Spionage sind, kann ich nicht sagen.“

Anfang September hatte Globo unter Berufung auf den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden berichtet, dass der US-Auslandsgeheimdienst NSA die Kommunikation des Bergbau- und Energieministeriums sowie die Telefonate und Internetnutzung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff und ihrer Mitarbeiter überwacht. Die Spionagevorwürfe stellten das Verhältnis zwischen beiden Ländern auf eine harte Probe. Einen für Oktober geplanten Staatsbesuch in Washington sagte Rousseff wegen der Enthüllungen ab. (afp)

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