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NSA-Affäre
Der US-Geheimdienst NSA hört mit - auch am Handy von Kanzlerin Merkel. Hilft die Äffäre dem Whistleblower Edward Snowden?

23. November 2014

Edward Snowden beim Stuttgarter Friedenspreis: Snowden betont Kampf für Freiheitsrechte

Edward Snowden nimmt per Live-Übertragung an der Verleihung des Stuttgarter Friedenspreises teil.  Foto: dpa

Der Whistleblower Edward Snowden nimmt per Live-Schaltung den Stuttgarter Friedenspreises entgegen. Aus seinem russischen Exil heraus ruft der Preisträger zur Verteidigung der Freiheitsrechte auf und betont in seiner Dankesrede, die Welt brauche Aktivisten.

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Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat bei der Verleihung des Stuttgarter Friedenspreises zum Kampf für die Freiheitsrechte aufgerufen. «Wenn wir in einer freien Gesellschaft leben wollen, müssen wir diese Rechte verteidigen», sagte der 31 Jahre alte Preisträger am Sonntag in einer Live-Schaltung aus dem russischen Exil. «Regierung und Gesellschaft sind auf Vertrauen aufgebaut.»

Der Friedenspreis wurde von der Bürgerinitiative «Die AnStifter» verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Wegen technischer Probleme hatte sich die Live-Schaltung zunächst verzögert. Lange war unklar gewesen, ob die Organisatoren überhaupt eine Verbindung «über fünf Ecken nach Moskau» bekommen würden, wie der Geschäftsführer der Bürgerinitiative, Fritz Mielert, sagte. Snowden hat die Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA an die Öffentlichkeit gebracht. Im russischen Asyl entzieht er sich dem Zugriff der US-Justiz.

Snowden betonte bei seiner Dankesrede, die Welt brauche Aktivisten: «Ich werde tun, was ich kann.» «taz»-Chefredakteurin Ines Pohl dankte ihm in ihrer Laudatio dafür, dass er «die Schattenseiten dieser neuen Welt» aufgedeckt habe. Snowden riskiere sein Leben und seine Bewegungsfreiheit «aus Liebe zur Freiheit». Die Organisation «Die AnStifter» ehrt alljährlich Menschen, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. (dpa)

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