Der Massenmörder Anders Behring Breivik korrespondiert aus der Haft mit Gleichgesinnten. Mehrere hundert Unterstützer erhalten in diesen Tagen einen Brief von ihm, schreibt die Osloer Zeitung VG.
Der 33-Jährige verbringe einen Großteil seiner Zeit mit dem Schreiben und Beantworten von Briefen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Breiviks Anwältin Vibeke Hein Bæra. In den Briefen bitte er unter anderem um Geld für Versandkosten und für die Erstellung von Blogs. Die Gefängnisleitung liest die Briefe mit.
Die Anwältin Mette Yvonne Larsen, die als Vertreterin von Hinterbliebenen am Verfahren beteiligt ist, findet das alles "extrem anstößig". "Breivik ist (...) ein zurechnungsfähiger, kalkulierender Terrorist, der Gewalt anwendet, um seine Propaganda zu verbreiten."
Das Justizministerium muss nun klären, ob Breiviks Korrespondenz der Meinungsfreiheit unterliegt, oder ob sie den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Das wäre etwa gegeben, falls Breivik seine Anhänger zu Straftaten aufruft. Auch die Gründung eines rechtsradikalen Netzwerks könnte ihm zur Last gelegt werden.
Gefängnisdirektor Bjarkeid versucht seit längerem mit dem Justizministerium zu klären, ob Breiviks Briefe zulässig sind oder nicht. Über ein mögliches Ergebnis will er sich nicht äußern.
Breivik wurde Anfang der Woche aus Ila, wo ihm auch eine "Büro-Zelle" zur Verfügung stand, in das Gefängnis Skien verlegt. Das Urteil im Breivik-Prozess soll am 24. August verkündet werden. Dann wird auch die entscheidende Frage beantwortet, ob Breivik zurechnungsfähig ist oder nicht. (fle)
Radikales Gedankengut erreicht unter dem Deckmantel von Islamkritik das bürgerliche Lager. Das Spezial zur Neuen Rechten.
Vor den Morden der rechtsradikalen Terrorzelle NSU hat kein Verfassungsschützer gewarnt. Aber wer hat wie viel über die Neonazis gewusst? Eine Diskussion von FR und Humanistischer Union am Donnerstag, 6. September, im FR-Depot.
Mit bis zu 60.000 Zugriffen am Tag gilt das Weblog als eines der größten islam-feindlichen Europas. Es bezeichnet sich selbst als proisraelisch und pro-amerikanisch und sieht sich als Vorkämpfer gegen die „Islamisierung Europas“.
In den Kommentarspalten findet sich regelmäßig ungefilterter Hass gegen Muslime und Integrations-Befürworter, die als politisch korrekte Gutmenschen verhöhnt werden.
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Die PI-Macher verweisen darauf, dass sie zu wenige Leute hätten, um jeden problematischen Kommentar zu löschen. Die PI-Leitlinien dulden keine „verleumderische, ehrverletzende oder beleidigende“ Kommentare. Das aber nur, sofern sie sich „gegen die PI-Blogger“ richten.
Wissenschaftlicher Aufsatz von Karin Priester der auch auf das Umfeld von "PI" eingeht: Fließende Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa? in: "Aus Politik und Zeitgeschichte" (44/2010).
Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linkspartei, warum die Islamhasser-Szene nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird (PDF-Datei, 05.09.2011).
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