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Pro Köln : Wie Facebook-Nutzer die Islamhasser bekämpfen

Das rechte Bündnis Pro Köln hetzt seit Jahren gegen Türken und Muslime. Jetzt haben Facebook-Nutzer eine Idee, um die Wählergruppe finanziell zu ruinieren. Sehen Sie selbst.

Rechte Stimmungsmache: Protest der Gruppe Pro-Köln gegen die geplante Moschee.
Rechte Stimmungsmache: Protest der Gruppe Pro-Köln gegen die geplante Moschee.
Foto: dapd

Das rechtspopulistische Bündnis Pro Köln wirbt mit einer Postkartenaktion gegen den EU-Beitritt der Türkei. Auf Facebook sind die Postkarten ein Renner - die Frage ist nur, ob das die Verantwortlichen freut.

Der Grund: Die Islamfeinde haben sich verpflichtet, das Porto zu bezahlen, immerhin 45 Cent pro Karte. Facebook-Nutzer rufen nun dazu auf, massenweise Postkarten zu verschicken und das Bündnis so finanziell zu ruinieren.

Pro Köln zahlt das Porto

Laut "Der Westen" ist Facebook-User Andreas Niemann für die Aktion verantwortlich. Als er eine Postkarte von Pro Köln im Briefkasten fand, hatte er eine zündende Idee: Wenn er eine "nette Botschaft auf die Karte schreibe, wie z.B. “Sc*****" und kein Porto zahle, dann müsse Pro Köln das Porto bezahlen, ohne dass ihre Petition unterstützt wird.

Laut Post führe kein Weg daran vorbei, dass die Empfänger das Porto zahlen; Wer mitmachen will, kann unter "info@pro-koeln.de" Postkarten bestellen.

Wie viele Nutzer der Aktion folgen, ist nicht bekannt. Klar ist aber schon jetzt: Es ist wieder einmal gelungen, Pro Köln lächerlich zu machen. (jon)

Datum:  10 | 2 | 2012
Kommentare:  7
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Rechte Proteste gegen den Bau der Kölner Zentralmoschee (Archivbild).

Radikales Gedankengut erreicht unter dem Deckmantel von Islamkritik das bürgerliche Lager. Das Spezial zur Neuen Rechten.

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Mit bis zu 60.000 Zugriffen am Tag gilt das Weblog als eines der größten islam-feindlichen Europas. Es bezeichnet sich selbst als proisraelisch und pro-amerikanisch und sieht sich als Vorkämpfer gegen die „Islamisierung Europas“.

In den Kommentarspalten findet sich regelmäßig ungefilterter Hass gegen Muslime und Integrations-Befürworter, die als politisch korrekte Gutmenschen verhöhnt werden.

Als im Dresdener Landgericht die schwangere Ägypterin Marwa er-Sherbini erstochen wurde, jubilierte ein PI-Nutzer über den Tod der „verschleierten Kopftuchschlampe“ - „und noch dazu ein Moslem im Bauch weniger!“

Die PI-Macher verweisen darauf, dass sie zu wenige Leute hätten, um jeden problematischen Kommentar zu löschen. Die PI-Leitlinien dulden keine „verleumderische, ehrverletzende oder beleidigende“ Kommentare. Das aber nur, sofern sie sich „gegen die PI-Blogger“ richten.

Wissenschaftlicher Aufsatz von Karin Priester der auch auf das Umfeld von "PI" eingeht: Fließende Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa? in: "Aus Politik und Zeitgeschichte" (44/2010).

Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linkspartei, warum die Islamhasser-Szene nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird (PDF-Datei, 05.09.2011).

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