Norwegen hat offenbar eine deutsche Sympathisantin des geständigen Attentäters Anders Behring Breivik ausgewiesen. Wie der norwegische Fernsehsender TV2 am Donnerstag auf seiner Website berichtet, hatte die Frau zum Prozessauftakt am Montag versucht, in das Gerichtsgebäude in Oslo zu gelangen.
Sie sei am Vortag aus Stuttgart angereist und habe für 14 Tage ein Hotel gebucht, um den Prozess zu verfolgen, hieß es. Die Frau soll Briefe an Breivik geschrieben und behauptet haben, dessen Freundin zu sein. Der deutschen Polizei soll sie bekannt sein.
Die Frau habe die Nacht im Gefängnis verbringen müssen und sei am Dienstag von Norwegen mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland geschickt worden. Die norwegische Zeitung „VG“ habe über eine Frau aus Stuttgart berichtet, die Breivik Briefe und Geld geschickt habe. Ob es sich dabei um dieselbe Frau handele, sei aber unklar. (dapd)
Professionell, lässig, kühl: Die Fotos von Breiviks Anwälten sind sorgsam inszeniert - offenbar hoffen die Verteidiger auf einen Werbeeffekt für sich selbst.
Foto: AFP
Radikales Gedankengut erreicht unter dem Deckmantel von Islamkritik das bürgerliche Lager. Das Spezial zur Neuen Rechten.
Vor den Morden der rechtsradikalen Terrorzelle NSU hat kein Verfassungsschützer gewarnt. Aber wer hat wie viel über die Neonazis gewusst? Eine Diskussion von FR und Humanistischer Union am Donnerstag, 6. September, im FR-Depot.
Mit bis zu 60.000 Zugriffen am Tag gilt das Weblog als eines der größten islam-feindlichen Europas. Es bezeichnet sich selbst als proisraelisch und pro-amerikanisch und sieht sich als Vorkämpfer gegen die „Islamisierung Europas“.
In den Kommentarspalten findet sich regelmäßig ungefilterter Hass gegen Muslime und Integrations-Befürworter, die als politisch korrekte Gutmenschen verhöhnt werden.
Als im Dresdener Landgericht die schwangere Ägypterin Marwa er-Sherbini erstochen wurde, jubilierte ein PI-Nutzer über den Tod der „verschleierten Kopftuchschlampe“ - „und noch dazu ein Moslem im Bauch weniger!“
Die PI-Macher verweisen darauf, dass sie zu wenige Leute hätten, um jeden problematischen Kommentar zu löschen. Die PI-Leitlinien dulden keine „verleumderische, ehrverletzende oder beleidigende“ Kommentare. Das aber nur, sofern sie sich „gegen die PI-Blogger“ richten.
Wissenschaftlicher Aufsatz von Karin Priester der auch auf das Umfeld von "PI" eingeht: Fließende Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa? in: "Aus Politik und Zeitgeschichte" (44/2010).
Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linkspartei, warum die Islamhasser-Szene nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird (PDF-Datei, 05.09.2011).
FR-Online.de möchte Lesern unter vielen Texten zielführende Diskussionen ermöglichen. Die Redaktion prüft Beiträge in verschiedenen Verfahren.
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