Aktuell: Fußball-EM 2016 | Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Digital
Nachrichten aus dem WWW, Tipps zum Computer-Kauf; zu Facebook, iPhone, iPad & Co

08. Februar 2016

#RIPTwitter: Gerücht entsetzt Twitter-Nutzer

 Von 
Diskussionen über die Twitter-Funktionen reißen nicht ab.  Foto: REUTERS

Am Wochenende dreht sich auf Twitter alles um Algorithmen: Es kursiert das Gerücht, dass Twitter schon in Kürze Tweets nicht mehr chronologisch, sondern nach Relevanz sortieren werde. Die Nutzer reagieren unter dem Hashtag #RIPTwitter entsetzt.

Drucken per Mail

Große Aufregung bei Twitter: Unter dem Hashtag #RIPTwitter (Ruhe in Frieden, Twitter) prophezeiten die Nutzer dem sozialen Netzwerk am Wochenende den baldigen Niedergang. Hintergrund der apokalyptischen Stimmung war ein Artikel des Medienportals Buzzfeed. Darin hieß es, dass das soziale Netzwerk vermutlich schon in der nächsten Woche die Tweets nicht mehr chronologisch, sondern nach Relevanz sortieren werde. Ob diese Neuerung optional sei, ließ Buzzfeed offen.

Mehr dazu

Käme es dazu, würde ein Algorithmus darüber entscheiden, welche Tweets der Nutzer angezeigt bekommt und welche nicht. Angezeigt würden vor allem populäre Tweets, die vielen gefallen und die oft retweetet werden. Der Schock unter den Nutzern ist verständlich. Denn Twitter gliche sich mit so einer Änderung immer weiter Facebook an – auch hier weiß inzwischen kaum jemand mehr, wann welche Postings in der Timeline angezeigt werden. Der Charakter des Kurznachrichtendienstes wäre mit so einer Neuerung verändert.

Kurze Zeit später meldete sich Gründer Jack Dorsey in der hitzigen Debatte zu Wort – natürlich über Twitter. „Wir haben niemals geplant, die Timelines nächste Woche umzuorganisieren“, ließ er wissen. Also nächste Woche nicht, aber übernächste? Oder nächsten Monat? Ein Dementi klingt anders, zumal die Hiobsbotschaften um den Nachrichtendienst nicht abreißen, auch wenn Dorsey noch einmal versicherte, den „Live-Stream“ zu lieben.

Dass die Nutzer auf derartige Meldungen so empfindlich reagieren, kommt nicht von ungefähr. Twitter steckt kurz vor seinem zehnten Geburtstag in einer Krise: Die Aktie ist im Keller, das Netzwerk kämpft um Mitglieder, selbst die Facebook-Tochter Instagram hat Twitter inzwischen überholt.
Twitter bastelt und experimentiert daher schon länger an seinen Funktionen herum. Der Kurznachrichtendienst will sich so offenbar aus dem Tief befreien – dieses mal mehr, mal minder erfolgreich und oft an den Nutzern vorbei.

Im November 2015 grollte die Community, weil Twitter die Sternchen, mit denen Nutzer Tweets favorisieren konnten, quasi über Nacht durch Herzen ersetzte, auf die man nun klickt, wenn einem ein Tweet gefällt. Und vor einem Monat hieß es, dass Twitter überlege, die 140-Zeichen-Obergrenze zu kippen. Auch hier regte sich Protest, denn gerade diese Begrenzung macht die Besonderheit des Netzwerkes aus – auch im Vergleich zu Facebook.

In einem Punkt scheint Twitter allerdings anderen Netzwerken etwas voraus zu haben. Während Facebook sich noch mit Justizminister Heiko Maas (SPD) darum streitet, wann ein Hasskommentar ausreichend hetzerisch ist, um gelöscht werden zu dürfen, setzt Twitter seine Ankündigung um, härter gegen strafrechtlich relevante Profile vorzugehen. Laut eigenen Angaben hat Twitter seit Mitte vergangenen Jahres rund 125 000 Profile wegen terroristischen Inhalten sperren lassen. In den meisten Fällen habe eine Verbindung zum Islamischen Staat (IS) bestanden, teilte das Unternehmen mit.

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus dem WWW und Tipps zum Computer-Kauf; Wissenswertes über
iPhone, iPad und die Android-Alternativen.


Die FR auf Ihrem Smartphone

Unterwegs top informiert - holen Sie sich FR-Online.de aufs Handy. Neben News bekommen Sie Sport-Liveticker, die Verkehrslage, das Kinoprogramm samt Trailer, TV-Tipps und das lokale Wetter. Ganz ohne App: mobil.fr-online.de.

Spiele-Tipps

Anzeige

Spezial

Überwachung durch den Staat, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?

FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.