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11. Dezember 2012

Abstimmungen bei Facebook : Facebook-Nutzer verlieren Mitsprache-Recht

Facebook-Nutzer können bald nicht mehr über Regel-Änderungen abstimmen.  Foto: AFP

Facebook kann das Abstimmungsverfahren wie geplant abschaffen. Damit verlieren die Nutzer des weltgrößten Online-Netzwerks ihr Mitsprache-Recht bei Regel-Änderungen.

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San Francisco –  

Seit 2009 konnten Facebook-Mitglieder über vorgeschlagene Regel-Änderungen abstimmen. Diese Form der Mitbestimmung steht vor dem Aus. An einem Votum über eine Änderung der Nutzungsregeln und das künftige Mitsprache-Recht nahm bis zum Fristende am Montag nur ein verschwindend geringer Anteil der mehr als eine Milliarde Mitglieder teil. Facebook wird nun den bisherigen Modus der Beteiligung von Nutzern wieder abzuschaffen.

Mehrheit gegen Änderung

Bei der Abstimmung sprach sich zwar eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent gegen eine Änderung aus. Allerdings gaben nur 668.125 Mitglieder ihre Stimme ab - also rund 0,07 Prozent. Damit Facebook das Ergebnis als verbindlich anerkennt, hätten sich mindestens 30 Prozent aller aktiven Nutzer an dem Votum beteiligten müssen. Das wären aktuell rund 300 Millionen Mitglieder.

Zu hohe Hürde

Das Online-Netzwerk, das oft von Datenschützern kritisiert wird, hatte die Abstimmungen immer wieder als einzigartiges Beispiel für Demokratie im Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden hervorgehoben. Das Verfahren war vor drei Jahren eingeführt worden, als Facebook noch rund 200 Millionen Nutzer hatte. Kritiker hielten Facebook vor, die Abstimmungen seien angesichts der unrealistisch hohen 30-Prozent-Hürde eine Farce gewesen. Facebook hatte diesmal jeden Nutzer per E-Mail auf die Möglichkeit zur Meinungsäußerung hingewiesen.

Bereits im Sommer hatte Facebook über seine Nutzungsregeln abstimmen lassen. Beteiligt hatten sich 180.000 Nutzer von damals insgesamt 900 Millionen Mitgliedern. Dabei hatte sich Facebook weitgehende Rechte zur Verwertung von Statusmeldungen, Links, Fotos und privaten Nachrichten seiner Nutzer einräumen lassen. Bei dem Votum im Sommer ging es auch um personalisierte Werbung auf Facebook und externen Internetseiten. (afp/dpa)

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