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25. Oktober 2012

Amazon Kindle Fire HD: Die Bibliothek in der Tasche

 Von Robert John
Der Kindle Fire HD mit einem Display von 1280x800 Bildpunkten kostet 199 Euro. Foto: dpa

Neben Tablets von Google und Apple ist in Deutschland nun auch der Amazon Kindle Fire HD im Handel. Technisch gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Geräten. Für den Konsumenten wird entscheidend sein, welcher Anbieter das größte Medienpaket schnürt.

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Neben Tablets von Google und Apple ist in Deutschland nun auch der Amazon Kindle Fire HD im Handel. Technisch gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Geräten. Für den Konsumenten wird entscheidend sein, welcher Anbieter das größte Medienpaket schnürt.

Der Tablet-Markt ist in Bewegung. Mittlerweile gibt es attraktive Geräte nicht mehr nur von Apple, sondern auch von Google, Amazon und in wenigen Tagen auch von Microsoft. Für Kunden ist diese Konkurrenz vor allem beim Preis spürbar. Das Google Nexus 7 gibt es ebenso wie den Amazon Kindle Fire HD bereits ab 199 Euro. Das sind laut Amazon-Chef Jeff Bezos quasi die Herstellungspreise. Mit den Geräten selbst ließe sich wenig verdienen.

Geschäfte sollen mit den Inhalten gemacht werden – mit Büchern und Zeitschriften, Filmen und Musik. Dass sich mit Tablets auch E-Mails schreiben lassen und im Internet surfen lässt, ist beinahe nur eine hübsche Zugabe. Käufer dürfte deshalb vor allem interessieren, bei welchem Anbieter sie das günstigste Paket mit den meisten Inhalten bekommen. Aber noch muss jedes Lied, jedes Buch und jede Zeitschrift einzeln gekauft werden.

Das Leihgeschäft spielt bei Apple, Google und Amazon noch keine große Rolle. Bei Amazon Prime können Leser neuerdings für einen Beitrag von 29 Euro im Jahr ein Buch pro Monat leihen. Im Vergleich etwa zu dem Musikanbieter Spotify, wo Kunden für einen Monatsbeitrag von fünf Euro Zugriff auf 20 Millionen Lieder bekommen, fällt das Angebot von Amazon doch noch sehr bescheiden aus.

Technisch unterscheiden sich die neuen Tablets gar nicht so sehr voneinander. Zum Medienkonsum sind sie alle bestens geeignet. Die großen Anbieter wie Google, Apple und Amazon haben das Potenzial, ein umfangreiches Medienpaket zu schnüren. Das Rennen dürfte machen, wer es schafft, für einen angemessenen monatlichen Pauschalbetrag Zugriff auf den gesamten elektronischen Medienkatalog anzubieten.

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