Hamburg. Immer häufiger wird für Computerspieler aus Spaß Ernst: Ihnen werden hart erkämpfte virtuelle Gegenstände gestohlen und manchmal sogar ganze Spiele geklaut. Das berichtet die "Computer Bild".
Zum einen versuchen Hacker, über Phishing-Attacken an Zugangsdaten zu den Nutzerkonten von Online-Rollen-Spieler zu gelangen. Mit den ergatterten Passwörtern fremder Spieler können zum Beispiel virtuelle Schwerter und Rüstungen übertragen werden. Da diese Gegenstände oft über einen langen Zeitraum erspielt werden müssen, lassen sie sich für viel Geld weiterverkaufen.
Der Zeitschrift zufolge haben es Hacker immer häufiger auf ganze Spiele angesehen: Für manche Titel müssen sich Spieler aus Gründen des Kopierschutzes online registrieren. Kommen Hacker an die Passwörter, können sie damit die Kontrolle über den Account und damit über das Spiel selbst erlangen. Ändert der Hacker die Zugangsdaten, habe der ursprüngliche Käufer keinen Zugang mehr zu seinem Nutzungskonto - mit der Folge, das von ihm gekaufte Spiele nicht mehr spielen zu können.
Ein Trick, an die Passwörter von Spielern zu kommen, sind Drive-by-Downloads: Hacker locken Spieler zum Beispiel mit angeblichen Zusatzfunktionen auf eine manipulierte Website. Die zum Download angeboten Software enthält dann einen Trojaner zum Ausspionieren des Rechners. Manchmal werde auch eine Sicherheitslücke im Browser genutzt, um einen entsprechenden Schädling heimlich einzuschleusen. (dpa/tmn)
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