In den nächsten Wochen werden alle klassischen Facebook-Profile mit der neuen „Chronik“-Darstellung ersetzt. Foto: dpa
Die gut 20 Millionen deutschen Nutzer von Facebook haben – wie der Rest der Welt – keine Wahl mehr: Das soziale Netzwerk macht seine interaktiven Lebensläufe „Chronik“ (englisch „Timeline“) zur Pflicht.
Am Mittwoch bestätigte eine Sprecherin von Facebook in Hamburg, dass in den nächsten Wochen alle klassischen Profile mit der neuen Darstellung ersetzt werden. Als die „Chronik“ im Dezember eingeführt wurde, war ihre Nutzung noch freiwillig. Doch schon damals hagelte es Bedenken und Kritik.
In der „Chronik“ können Nutzer die Einträge ihrer Freunde auch über Jahre zurück abrufen - und dabei gezielt in Jahren oder auch Monaten nachschlagen. Stellt ein Nutzer die Möglichkeit nicht ab, so wird unter anderem auch sichtbar, wann er sich mit anderen Nutzern via Facebook „befreundet“ hat. Außerdem versucht Facebook, über die interaktiven Lebensläufe an historisches Material seiner weltweit gut 800 Millionen Nutzer zu gelangen: Sie haben nun die Möglichkeit, Fotos aus ihrer eigenen Vergangenheit nachzutragen - bis zur Geburt.
Das gilt es beim neuen Facebook-Profil zu beachten
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Das gilt es beim neuen Facebook-Profil zu beachten
Was ist die „Chronik“?
Seit Mark Zuckerberg (rechts im Bild) im Jahr 2004 Facebook ins Leben rief, tauschen sich dort Menschen untereinander aus. Inzwischen teilen auf dem Portal allein gut 20 Millionen Bundesbürger per Statusmeldungen ihre Erlebnisse mit und zeigen Freunden und Bekannten ihre Fotos. Während bisher lediglich auf der persönlichen Startseite die neuen Einträge der eigenen Freunde einsehbar waren, können Nutzer ihre Freunde nun in der „Chronik“ auch in den Erlebnissen stöbern lassen, die Jahre zurückliegen. Die „Chronik“ gleicht damit einem Lebenslauf.
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Was stellt die neue „Chronik“ dar?
Die „Chronik“ umfasst vor allem die sogenannten Statusmeldungen und Fotos, aber auch die Bestätigungen von Freundschaften oder auch Angaben aus bei Facebook hinterlegten persönlichen Informationen, wie die Zeit des Studiums oder das Antreten neuer Arbeitsstellen. Private Nachrichten, die wie E-Mails über Facebook ausgetauscht wurden, werden in der „Chronik“ hingegen nicht angezeigt. Außerdem wird nicht jeder auch jede Chronik sehen können: Wie schon bei den klassischen Profilen, so kann auch eine „Chronik“ nur einsehen, wer vom jeweiligen Nutzer freigeschaltet wurde.
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Wie vollständig ist eine Facebook-„Chronik“?
Zunächst bietet Facebook allen Nutzern die Möglichkeit, in einem persönlichen „Aktivitätenprotokoll“ Inhalte freizuschalten oder auch zu sperren. Nutzer können dafür für jedes Foto, jede Statusmeldung und jede Freundschaftsbestätigung individuell festlegen, ob diese Teil der persönlichen „Chronik“ werden sollen oder lieber nicht. Aus diesem Pool an freigegebenen Elementen bestückt Facebook dann die „Chronik“. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, einzelne Elemente per Mausklick gezielt in ihrer „Chronik“ hervorzuheben – beispielsweise ein Hochzeitsfoto oder die Statusmeldung über den eigenen Nachwuchs.
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Wie erfährt die „Chronik“ von Informationen, die Jahre zurück liegen?
Geht es nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dann erzählt die neue „Chronik“ die „ganze Geschichte eines Lebens auf einer Seite“. Der Zeitstrahl der „Chronik“ beginnt daher nicht an dem Tag, an dem ein Nutzer sein Profil bei Facebook angelegt hat - sondern zu dessen Geburt. Den Tag erfährt Facebook über das im Profil hinterlegte Geburtsdatum. Weitere Inhalte wie Kindheitsfotos können die Nutzer wiederum nachträglich hochladen - soweit sie das möchten.
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Wie können sich Nutzer gegen die „Chronik“ wehren?
Als Facebook Mitte Dezember des vergangenen Jahres seine „Chronik“ startete, war sie noch freiwillig: Nutzer konnten sie aktivieren, mussten das aber nicht. Facebook hat diese Wahlfreiheit damals sehr betont. Künftig aber lässt Facebook seinen Nutzern keine Wahl mehr. Die „Chronik“ wird automatisch aktiviert und ersetzt das klassische Profil. Allerdings warnt Facebook seine Nutzer vor: Sie haben sieben Tage Zeit, um ihre Chronik zu „pflegen“, sprich alle bisher in dem Portal hinterlassenen Botschaften nach Einträgen zu durchforsten, die nicht Teil des eigenen persönlichen Lebenslauf sein sollen.
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Wie kann ich die neue Zeitleiste jetzt schon freischalten?
Unter der Adresse www.facebook.com/timeline kann man mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche den persönlichen Facebook-Auftritt auf die neue Technik umstellen. Während einer siebentägigen Übergangsphase kann man danach nur selbst die Neuerungen sehen - es sei denn, man klickt auf „Jetzt veröffentlichen“. Dann ist das neue Design auch für die Freunde sichtbar. Wenn man nichts tut, bleibt alles beim Alten, und man kann Facebook in der bisherigen Form weiternutzen.
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Was ist beim Titelbild zu beachten?
Das neue Facebook ermöglicht es, den eigenen Auftritt mit einem größeren Foto zu versehen. Dieses sollte die Maße 850 mal 315 Pixel haben. Dieses Titelbild dient als Visitenkarte des Facebook-Auftritts.
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Wie können störende Beiträge aus der Chronik entfernt werden?
Zu jeder Statusmeldung in der Chronik gibt es rechts oben zwei Schaltflächen. Mit einem Klick auf das Sternchen wird der Beitrag besonders hervorgehoben, ein Foto etwa wird dann größer dargestellt. Mit einem Klick auf den Bearbeitungsstift kann man das Datum ändern, einen Ort hinzufügen, den Beitrag aus der Chronik entfernen oder auch löschen.
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Wer kann meinen digitalen Lebenslauf sehen?
Facebook betont, dass sich an der Sichtbarkeit einzelner Elemente nichts verändert. Bei neuen Beiträgen kann man angeben, ob sie öffentlich, nur den eigenen Freunden, nur bestimmten Personen oder nur für das Mitglied selbst sichtbar sein sollen.
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Wie kann ich öffentliche Beiträge der Vergangenheit entfernen?
In den Privatsphäre-Einstellungen (aufzurufen über den kleinen Pfeil oben rechts) gibt es einen Punkt mit der Bezeichnung „Beschränke das Publikum für ältere Beiträge“. Diese werden dann nur noch für die eigenen Freunde zu sehen sein, nicht mehr öffentlich oder für die Freunde von Freunden.
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Wie kann ich meine Chronik überprüfen?
Wer Pannen vermeiden will, sollte seine Chronik überprüfen, bevor sie für andere sichtbar wird. Dafür gibt es den Button „Anzeigen aus der Sicht von...“ - so sehen Nutzer zum Beispiel, welche Fotos ihre Eltern oder ihre Kollegen sehen können.
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Wie kann ich Kommentare zu anderen Beiträgen löschen?
Um nur die Kommentare zu Statusmitteilungen von Freunden anzuzeigen, muss man im Aktivitäten-Protokoll den entsprechenden Filter einstellen. Die Kommentare werden nun in einer Zeitleiste aufgelistet. Einzelne Kommentare kann man löschen, indem man auf das Kreissymbol am rechten Rand klickt.
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Die „Chronik“ von Facebook
Das soziale Netzwerk Facebook macht seine „Chronik“ zur Pflicht. In den nächsten Wochen werden die klassischen Profile aller gut 800 Millionen Nutzer auf die neuen interaktiven Lebensläufe umgestellt - ob die Betroffenen das wollen oder nicht. Damit werden die Inhalte und Aktivitäten der Nutzer künftig an einem Zeitstrahl dargestellt und recherchierbar.
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Übergangszeit von sieben Tagen
Die deutsche Facebook-Sprecherin Tina Kulow betonte, „jede und jeder hat sieben Tage, um sich mit der Chronik hoffentlich anzufreunden“. Dahinter steht, dass die Plattform die klassischen Profile nicht von einer Sekunde auf die andere umstellt, sondern jedem Nutzer per Vorwarnung eine Woche Zeit gibt, seine persönliche „Chronik“ zu bearbeiten. Nutzer können Einträge dabei bewusst verbergen und haben auch nachträglich die Option, Elemente in der „Chronik“ auszublenden.
Daten- und Verbraucherschützer hatten bereits vor der „Chronik“ gewarnt, als Nutzer diese noch freiwillig aktivieren konnten. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte damals im Dezember 2011 bemängelt, Facebook-Mitglieder stünden nun „noch stärker in die Pflicht, alle veröffentlichten Daten, vor allem auch längst vergessene Einträge aus der Vergangenheit, aktiv zu kontrollieren und das eigene Profil regelmäßig aufzuräumen“.
Kreativ die Facebook-Chronik nutzen
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Kreativ die Facebook-Chronik nutzen
Jonathan Gunn
Auch dieser Nutzer scheint ein Film-Fan zu sein, er hat sich ins Outfit der Ghostbusters geschmissen. So richtig begeistert scheinen die Original-Geisterjäger darüber aber nicht zu sein.
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Rob Sax
Dieser Nutzer steht auf Fernsehserien und auf eine („The Brady Bunch“) so sehr, dass er sich selbst als Teil der Familie inszeniert.
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Sune Adler Miltersen
Bei diesem Nutzer wissen wir nicht, ob er Abenteurer oder Filmfan ist, die Idee ist aber trotzdem klasse.
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Pao Abella
Wessen Name schon fast so klingt wie das englische Wort für Regenschirm, der kann sich auch gut damit auf seiner Profilseite inszenieren.
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Antonio Fadda
Dieser Nutzer macht ein Geheimnis aus seinem Aussehen, aber ein interessantes.
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Myriam Heneine
Und auch diese Nutzerin ist nicht wirklich leicht zu erkennen.
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Joe Paglino
Dafür weiß man bei diesem Nutzer sofort, dass er Musik gern laut hört.
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Ivan Marino
Völlig kopflos steht dieser Facebook-Nutzer da.
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Christine Hals
Bei der Web-Designerin stehen Abrissarbeiten ins Haus.
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Richard Kårström
Verwirrend ist nicht nur das Endlos-Design dieser Profilseite, man weiß auch nicht so recht, ob man es mit einem wilden Rocker oder einem braven Angestellten zu tun hat.
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Marshal Bhatia
Keine Verwirrung besteht jedenfalls über die Obsessionen dieses Nutzers.
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Enri Pedernera
Und auch bei diesem Nutzer weiß man schnell mehr über die Lieblings-Freizeit-Beschäftigung.
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Daniel Jewitt
Witzige Idee, aber auch ein kleines bisschen eitel…
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Das neue Timeline-Design von Facebook hat schon viele User zu außergewöhnlichen Profilseiten inspiriert. Wir zeigen zehn kreative Einfälle.
Ekkapong Techawongthaworn
Der Junge mit dem langen Namen scheint das Leben gelassen zu nehmen: Ob Regen oder Sonne, Ekkapong kontert’s mit einem schicken Timeline-Design.
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Ekkapong Techawongthaworn
Ein weiteres Design vom selben User. Hier trickst er das niedrig stehende Profilfoto so aus, dass auch noch der Rest seines Körpers dran passt.
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Mathew Barker
Dieser Facebook-Nutzer nutzt das Profilbild und die große Fotofläche für einen kleinen Gag.
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Victor Zapanta
Das Profil im Profil im Profil im Profil … und immer so weiter.
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Maggie Lin
Nicht spektakulär auf den ersten Blick, aber auf den zweiten: Diese Nutzerin hat Facebook auch noch ihr Profil bei Google+ untergejubelt.
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Rodney Hess
Auch dieser Nutzer spielt mit einer Gegenüberstellung der beiden Fotoflächen.
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Lawson Hembree V
Mein Sport, mein Abschluss, mein Team – hier zeigt ein Nutzer gleich ein ganzes Portfolio aus dem persönlichen Fotoalbum.
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Vinh Nguyen
Facebook-Nutzer Vinh wirft für seine Freunde schon mal einen Blick in die Zukunft und zeigt seine Posts: „Gerade auf dem Mond gelandet” oder „Oh mein Gott! Ich hab in der Lotterie gewonnen! Ich bin reich!!“
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Mohammad L. Azzam
Auch Mohammad konnte dem Fotogag nicht widerstehen.
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Andrew Grojean
Und wer das neue Timeline-Design rundheraus ablehnt, der kopiert einfach das alte und fügt es als Foto auf der großen Bildfläche ein.
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Das neue Timeline-Design von Facebook hat schon viele User zu außergewöhnlichen Profilseiten inspiriert. Wir zeigen 24 kreative Einfälle.
Guiseppe Draicchio
„E.T. nach Hause telefonieren“: Ein wahrhaft intergalaktisch gutes Profil-Design hat sich dieser Nutzer zugelegt.
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Weltweite Einführung der Chronik für alle: Was müssen Facebook-Nutzer jetzt beachten? Wir geben einen Überblick in der Bildergalerie oben.