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30. April 2014

Facebook: Facebook gibt Nutzern mehr Kontrolle

Mark Zuckerberg auf der Konferenz in San Francisco.  Foto: rtr

Facebook hat seine Lektion gelernt: Die Nutzer bekommen mehr Kontrolle über das Teilen ihrer Daten mit App-Entwicklern. Unter anderem werden sie erstmals einzeln bestimmen können, auf welche Informationen eine Facebook-App zugreifen kann.

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Facebook gibt seinen Nutzern mehr Kontrolle darüber, welche Daten sie mit Apps auf der Plattform des weltgrößten Online-Netzwerks teilen. Das kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch auf der Entwicklerkonferenz f8 in San Francisco an. Dafür gibt es unter anderem die neue Funktion «Anonymous Login», bei der man eine App ausprobieren kann, ohne ihrem Entwickler den Zugang zu den eigenen Facebook-Daten zu eröffnen.

Außerdem werden die Nutzer erstmals aussuchen können, welche Informationen genau sie mit den App-Entwicklern teilen wollen. Bisher musste die Zustimmung dafür im Paket erteilt werden. Überdies wird für Apps die Möglichkeit des automatischen Zugriffs auf Daten von Freunden eines angemeldeten Nutzers abgeschafft. Die Nutzer werden künftig einzeln der Verwendung ihrer Informationen zustimmen müssen.

Zuckerberg garantiert Stabilität

«Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder gehört, dass die Menschen mehr Kontrolle darüber haben wollen, wie sie ihre Daten teilen», sagte Zuckerberg. Die bisherige Unsicherheit führe zu einer Zurückhaltung der Nutzer bei Apps auf der Facebook-Plattform und sei letztlich auch schlecht für die Entwickler.

Facebook wolle bei mobilen Geräten eine Art Vermittler zwischen den Welten verschiedener Anbieter sein, erklärte Zuckerberg. Apple, Google und Microsoft hätten eigene Plattformen. «Unser Ziel mit Facebook ist, eine Brücke zwischen diesen Plattformen zu schlagen», sagte Zuckerberg. Facebook hat mit seinen rund 1,3 Milliarden Nutzern weltweit eine solide Basis für eine solche Vermittlerrolle.

Um Software-Entwicklern das Leben einfacher zu machen, versprach Zuckerberg eine «Stabilitätsgarantie» für zwei Jahre, in der die Werkzeuge und Schnittstellen kompatibel bleiben sollen. Schwachstellen in Facebook-Software sollen binnen 48 Stunden ausgebügelt werden.

Das bisherige Motto «move fast and break things» (etwa: «bewege Dich schnell und mache Sachen kaputt») habe sich nicht bewährt, räumte Zuckerberg ein. Facebook habe zu viel Zeit darauf verschwendet, die dabei entstehenden Schwachstellen zu flicken. «Jetzt sind wir darauf fokussiert, eine stabile Plattform aufzubauen.» (dpa)

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