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28. Januar 2016

Facebook Reactions: Facebook vor Einführung von "Gefällt mir"-Alternativen

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Auf dem Smartphone muss es einfach sein: Auch deshalb will Facebook Alternativen zum "Gefällt mir"-Button anbieten - die Nutzer erhalten mehr Ausdrucksmöglichkeiten, ohne die Tastatur zu nutzen.  Foto: REUTERS

Nach Medienberichten steht Facebook kurz vor der Einführung mehrerer Alternativen zum "Gefällt mir"-Button. Seit vergangenem Herbst werden die "Facebook Reactions" getestet - ein "Gefällt mir nicht"-Button, den sich viele Nutzer wünschen, ist jedoch nicht dabei.

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Der "Gefällt mir"-Button ist das Markenzeichen von Facebook, längst ist es aus dem sozialen Netzwerk und auch aus dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. In etwa seit der Einführung des beliebten "Daumen hoch"-Symbols dürften die Nutzer jedoch auch nach einer Alternative rufen: Dem "Gefällt mir nicht"-Button. Denn auf "Gefällt mir" zu klicken, wenn gerade ein Prominenter gestorben ist oder sich ein Sportler verletzt hat, ist irgendwie unpassend - weshalb an vielen Stellen der "Gefällt mir"-Button in solchen Situationen umdefiniert wird: "Klicke "Gefällt mir", um dem Sportler gute Besserung zu wünschen", heißt es dann oder "Mit "Gefällt mir" drückt ihr euer Mitgefühl aus".

Diese Umwege dürften bald nicht mehr nötig sein. Bereits im Herbst vergangenen Jahres startete Facebook Tests mit verschiedenen Symbolen, die den "Gefällt mir"-Button ergänzen sollen. Emoticons die für "Like", "Love", "Haha", "Yay", "Wow", "Sad" und "Angry" stehen, sollte es zusätzlich zum "Daumen hoch"-Symbol geben und den Nutzern mehr Möglichkeiten zu geben, sich ohne Worte auszudrücken.

I'm in Tokyo today to announce the rollout of Reactions in Japan, our sixth country, along with six new Japanese publishing partners for Instant Articles. We're excited to see how these features get used in Japan, a culture we all learn from in how to communicate visually.

Posted by Chris Cox on Wednesday, January 13, 2016

"Wie ihr sehen könnt, ist es kein "Dislike"-Button", schrieb Facebook-Produktchef Chris Cox bereits im Oktober zu einem Video, das die Funktionsweise der neuen Emoticons erklärte. "Wir haben uns angeschaut, welche Kommentare und Reaktionen am häufigsten auf Facebook vorkommen und haben etwas daraus entwickelt, das elegant ist und Spaß macht", so Cox weiter.

Seitdem wurde die neue Funktion mit dem Namen "Facebook Reactions" in Irland und Spanien, später unter anderem auch in Chile, Portugal und Japan getestet - und soll "in den nächsten Wochen" in den USA und weltweit eingeführt werden, wie Bloomberg einen Facebook-Sprecher zitiert. Die Möglichkeit, auf einen Beitrag mit "Yay" zu reagieren, wird dann allerdings nicht mehr dabei sein: Die Option wurde letztendlich gestrichen, "weil sie nicht weltweit verstanden wird", zitiert Bloomberg einen Sprecher des sozialen Netzwerks.

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Mit der neuen Funktion erfüllt Facebook den Nutzern zwar nicht den langgehegten Wunsch, endlich einen "Gefällt mir nicht"-Button einzuführen - doch die Nutzer bekommen trotzdem, was sie wollen: Mehr Möglichkeiten, sich auf Facebook mit einem schnellen Klick auszudrücken - gerade auf dem Smartphone, das mittlerweile von gut der Hälfte der Facebook-Mitglieder als einziger Weg genutzt wird, auf Facebook zuzugreifen, dürfte das für die Nutzer wichtig sein, denn sie nutzen nur ungern die Tastatur, wie Chris Cox betonte. Facebook bekommt gleichzeitig das, was das soziale Netzwerk letztlich zu Geld machen kann: Noch mehr Informationen über die Vorlieben seiner mittlerweile 1,59 Milliarden monatlichen Nutzer.

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