kalaydo.de Anzeigen

Google: Die Weltmaschine wird zehn

Seit zehn Jahren hat sich die eher puristische Oberfläche kaum verändert - im Laufe der Zeit sind nur mehr Links von Zusatzfunktionen hinzugekommen. Die Welt wird vergooglet, sagen Experten.

Seit zehn Jahren hat sich die eher puristische Oberfläche kaum verändert - im Laufe der Zeit sind nur mehr Links von Zusatzfunktionen hinzugekommen. Die Welt wird vergooglet, sagen Experten.
Seit zehn Jahren hat sich die eher puristische Oberfläche kaum verändert - im Laufe der Zeit sind nur mehr Links von Zusatzfunktionen hinzugekommen. Die Welt wird vergooglet, sagen Experten.
Foto: dpa

Losgegangen ist es vor zehn Jahren. Am 7. September 1998 stellten Larry Page und Sergey Brin die Testversion einer neuen Suchmaschine online: Google. Seither hat sich die eher puristische Oberfläche kaum verändert. Im Laufe der Jahre sind nur immer mehr Links von Zusatzfunktionen dazugekommen: E-Mail, Satellitenansichten von Google Maps und das Nachrichtenportal Google News. Marktforscher haben ermittelt, dass Google inzwischen die wertvollste Marke der Welt ist, sie wird auf rund 85 Milliarden Dollar taxiert - und liegt damit weit vor der lange Jahre führenden Coca-Cola-Brause.

Google konnte andere Suchmaschinen abhängen - mit dem sogenannten Page-Rang: Die Suchergebnisse werden nach ihrer Bedeutung sortiert. Diese wird - vereinfacht gesagt - dadurch ermittelt, dass gezählt wird, wie viele Verweise im Netz für eine Website existieren. Je mehr Verweise umso höher der Rang. Wie dieser Mechanismus genau funktioniert, ist das wichtigste Betriebsgeheimnis. Denn wer dieses Rätsel löst, kann die Suchergebnisse manipulieren.

Und das ist viel Geld wert: Denn nur wer oben steht, hat eine Chance, wahrgenommen zu werden. So ruft kaum ein Nutzer bei einer Suche die zweite Seite auf. Sein Geld verdient das Unternehmen vor allem mit der Werbung, die passend zu den Suchanfragen auf den Seiten platziert wird. Das zahlt sich aus. Google steigerte im zweiten Quartal den Gewinn um 35 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen konnte mit dem Erfolg der Suchmaschine neue Projekte finanzieren. Branchenkenner beschreiben die Strategie der Firma, die in Mountain View im Silicon Valley zu Hause ist, nach dem Prinzip: "Teller Spaghetti an die Wand." Man wirft einen Teller voll Spaghetti an die Wand, und wartet ab, was hängen bleibt. Gemeint ist damit: Google probiert alles Mögliche aus und führt weiter, was von Nutzern angenommen wird. Ein kostspieliges, aber sinnvolles Verfahren.

Denn aufgrund des rasanten technologischen Wandels ist schwer abzuschätzen, wie sich das Nutzerverhalten entwickeln wird. Das bedeutet aber nicht, dass Google keine Vorstellung von der künftigen Entwicklung hat. Google will Begleiter in allen Lebenslagen sein und seinen Nutzern überall und zu jeder Zeit die Informationen zur Verfügung stellen, die sie brauchen - da die Daten nicht mehr auf einer Festplatte, sondern in den streng bewachten Rechenzentren von Google gespeichert werden. Und sie können von allen möglichen Geräten aus abgerufen werden - der Webbrowser Chrome soll den Zugang erleichtern.

Der nächste Schritt geht in Richtung Mobilfunk: Im Herbst startet die Handy-Software Android. Kritiker der Daten-Krake, wie Google auch genannt wird, halten die Gründer die erste von zehn Firmenregeln vor: Don’t be evil - Sei nicht böse.

Auf den folgenden Seiten: die einzelnen Google-Tools im Überblick.

1 von 10
Nächste Seite »
Autor:  Florian Brückner
Datum:  5 | 9 | 2008
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
FR @ Social Media

 

Wir informieren Sie auch in den Sozialen Netzwerken - in Facebook, Twitter und Google+. Schauen Sie, was Ihre Facebook-Freunde auf FR-Online empfehlen - und verfolgen Sie unseren Twitter-Ticker:

 

Anzeige

 
Grimme Online-Award auf Twitter
 
Ressort

Nachrichten aus dem WWW und Tipps zum Computer-Kauf; Wissenswertes über
iPhone, iPad & Co


Fakten

Die Cebit 2012, das weltgrößte Treffen der IT-Branche, läuft von Dienstag, 6., bis Samstag, 10. März. Mehr als 4200 Unternehmen aus 70 Ländern stellen ihre Produkte und Neuentwicklungen in Hannover vor.

Das Leitthema der Messe lautet "Managing Trust" - die Kernfrage dabei ist, wie die Informationstechnik sicherer werden kann. Erwartet werden mehr als 340.000 Besucher.

Interaktive Karte
Die Karte Freiheit im Internet 2011 wurde von der NGO Freedom House erstellt - und von der FR als Google Map umgesetzt.

FR-online.de zeigt die Ergebnisse der Studie "Freedom on the Net 2011" in einer interaktiven Karte.

Anzeige

Spezial

Bespitzelung von Beschäftigten, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?

Anzeige

Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.

 

Die 5 beliebtesten Pausenspiele

FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.

Textimport

Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.

Meistgeklickt
Arjen Robben wird in der Allianz Arena in München von den Zuschauern ausgepfiffen.
Bayern gegen Niederlande 
Salafisten protestieren gegen Pro NRW in Köln.
Pro NRW vs. Salafisten 
Facebook
Weblog

Hier wird das alte Frankfurt lebendig: Welche Ereignisse waren einst Stadtgespräch am Main? Zeitzeugenberichte und Hintergrundinformationen rund um die Frankfurter Stadtgeschichte.

Weblog

Ob mit Bahn oder Auto, Fahrrad oder zu Fuß - Pendler leiden jeden Morgen und Abend geduldig. Bisher. Nun reden sie. Im FR-Pendlerblog.

Weblog

Er ist Ihr Mann in der FR-Redaktion: Bei Bronski zählt Ihre Meinung. Diskutieren Sie online mit.