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Google vs. Microsoft: Schlacht ums Internet

Google bringt mit Chrome einen eigenen Browser auf den Markt und attackiert damit den Branchenführer Microsoft.


Foto: FR-Infografik

Google greift an. Der Suchmaschinenbetreiber attackiert mit einem eigenen Internetbrowser den Giganten Microsoft. Eine Testversion des Programms namens Chrome steht zum Herunterladen bereit. "Das ist die bislang unmittelbarste und aggressivste Attacke gegen Microsoft", schreibt Kara Swisher auf All Things Digital, dem renommierten Technikportal des Wall Street Journal. Mit dem Browser können Nutzer durchs Internet navigieren und Software nutzen - etwa Anwendungen fürs Büro.

Genau da liegt nach Ansicht von Insidern die Sprengkraft von Chrome. Die Software wird unter anderem mit Programmen für Textverarbeitung und E-Mail verknüpft, die Google über das Internet zur Verfügung stellt. Damit will der Suchmaschinenbetreiber Microsoft im Kern treffen: Office-Anwendungen wie Word und Excel sowie das Betriebssystem Windows sind wichtige Einnahmequellen von Microsoft.

Der kalte Krieg zwischen den beiden Unternehmen sei nun "glühend heiß" geworden, schreibt Swisher. Google und Microsoft bekämpfen sich derzeit auf beinahe allen wichtigen Feldern der Computer- und Internetindustrie. Bei den Browsern dominiert bislang Microsofts Internet Explorer mit einem Marktanteil von mehr als 70 Prozent. "Dass Google dem nun Konkurrenz machen will, ist definitiv keine gute Nachricht für Microsoft", sagt Scott Kessler, Analyst bei Standard & Poor's.

Bei den Suchmaschinen hat Google deutlich die Nase vorn, und dominiert damit auch das rasch wachsende Geschäft mit Werbung im Internet. Microsoft will mit der erst vor einigen Tagen präsentierten neuesten Version des Explorers dagegen halten. Zuvor hatte der Konzern vergeblich versucht Yahoo, Nummer zwei auf dem Suchmaschinenmarkt, zu übernehmen. Eine weitere wichtige Sparte sind die Betriebssysteme für Handys. Google will im Herbst die ersten Geräte mit der sogenannten Android-Software präsentieren, die gegen Windows Mobile antritt. "Bei all diesen Schritten geht es Google um Marktanteile und um Werbewirksamkeit", sagt Kessler. Google wolle die Nutzer auf möglichst vielen Wegen binden. Seite 2/3

Autor:  ASTRID DÖRNER UND FRANK-THOMAS WENZEL
Datum:  2 | 9 | 2008
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