Digital
Nachrichten aus dem WWW, Tipps zum Computer-Kauf; zu Facebook, iPhone, iPad & Co

22. Februar 2013

Google: Zweifel an Google Chromebook Pixel

 Von 
Das schlichte Design des neuen Chromebook Pixel mit seinem minimalistischen Gehäuse aus Aluminium zielt ziemlich klar auf Apple-Notebooks als Rivalen. Foto: AFP

In der Nacht zum Freitag hat Google das lange erwartet Chromebook Pixel vorgestellt. Mit dem teuren Netbook will der Suchmaschinenriese das Segment der Cloud-Computer aufmischen und Apples und Microsoft Konkurrenz machen. Die Fachwelt reagiert jedoch eher verhalten.

Drucken per Mail

Wenn Giganten aufeinander treffen, ist ihnen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sicher. Schon länger versucht sich der absolute Platzhirsch in Sachen Internetsuche, Google, auch als Laptophersteller. In der nun sollte der Vorstoß in das Segment der Oberklasse-Laptops erfolgen. Mit der Vorstellung des Chromebook Pixel hat Google sowohl Apple als auch Microsoft den Fehdehandschuh vor die Füße geworfen. Doch die ersten Reaktionen der Fachwelt legen nahe, dass der Gigant aus dem Silicon Valley schlecht gerüstet sein könnte, für den anstehenden Kampf.

Es sei ein Gerät für Menschen die in der Cloud Leben, brachte der Chrome-Geschäftsführer Sundar Pichai das Konzept des Chromebooks auf den Punkt. Ursprünglich als Internetbrowser gestartet, entwickelte sich Google-Chrome zu einem Betriebssystem weiter, das vor allem darauf ausgelegt ist, Anwendungen und Programme nicht lokal auf Festplatten zu speichern, sondern auf Google-Servern, von wo aus sie im Bedarfsfall abgerufen werden. Dementsprechend verfügt das Chromebook Pixel in der Standardausführung über eine vergleichsweise kleine Festplatte von 32 Gigabyte.
Zwei Features sollen das neue Google-Netbook von seinen Konkurrenten abheben.

Zum einen sticht das Display mit 2560 mal 1700 Pixeln bei einer Diagonale von 12,85 Zoll (32,6 cm) sogar die vielgepriesenen Retina-Bildschirme von Apple aus. Zum anderen setzt nach Windows 8 nun auch Chrome auf Touchscreen-Technik bei Laptops. Analysten haben allerdings schon Zweifel angemeldet, dass sich die Vorteile der berührungsempfindlichen Bildschirme durch das Chrome-Betriebssystem wirklich nutzen lassen.

Google Chromebook zu teuer

Die technische Evolution hat ihren Preis. Knapp 1300 Dollar soll das Chromebook Pixel in seiner Basisversion kosten. Damit ist das das Gerät, das als Cloud-Computer auf eine ständige Internetverbindung angewiesen ist, noch einmal 100 Dollar teurer als der Hauptkonkurrent die Mac Book-Reihe von Apple. Die aufgemotzte Version mit integrierter, schneller LTE-Datenfunkverbindung soll sogar für knapp 1500 Dollar über die Ladentheke gehen. Bislang hatten sich die Chromebooks vor allem durch ihren geringen Preis von rund 250 Dollar ausgezeichnet. Allerdings sind mehrere Terrabyte Speicherplatz auf den Google-Servern im Kaufpreis mit inbegriffen.

Das Google damit der große Wurf gelungen ist, wird derweil in der Fachwelt heftig angezweifelt. „Es gibt nur wenige Sachen, die man mit dieser Art Maschine wirklich gut machen kann“, erklärte Al Hilwa, Analyst des IT-Beraters IDC, dem Branchendienst Bloomberg. „Und dafür ist der Preis ziemlich hoch.“ Forbes-Analyst Jean-Baptiste Su, stellt die Frage nach der angepeilten Zielgruppe. Die Idee eines teuren Laptops, der „noch nicht einmal ein richtiger Computer“ sei, sei schlicht weit von der Realität des Marktes entfernt.

Zur Homepage

Jetzt kommentieren

Ressort

Nachrichten aus dem WWW und Tipps zum Computer-Kauf; Wissenswertes über
iPhone, iPad und die Android-Alternativen.


Die FR auf Ihrem Smartphone

Unterwegs top informiert - holen Sie sich FR-Online.de aufs Handy. Neben News bekommen Sie Sport-Liveticker, die Verkehrslage, das Kinoprogramm samt Trailer, TV-Tipps und das lokale Wetter. Ganz ohne App: mobil.fr-online.de.

Spiele-Tipps
Anzeigenmarkt
Spezial

Bespitzelung von Beschäftigten, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?

FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.

Facebook