Die EU will Bürger in Zukunft besser vor Datenkraken im Internet schützen. Dabei geht es auch um Informationen, mit denen Seitenbetreiber Profile ihrer Nutzer erstellen können. Surfer können sich schon jetzt dagegen wehren, opfern dabei aber Komfort.
Regelmäßig Privatsphäre-Einstellungen von sozialen Netzwerken überprüfen ist sinnvoll. Foto: dpa
Wer im Internet sucht, einkauft oder mit Freunden kommuniziert, hinterlässt eine Datenspur. Zum Problem werden können solche Überbleibsel vor allem für Nutzer, die bei verschiedenen Diensten ein Konto haben. „Datensammler können aus Surfspuren immer ein Profil erstellen“, erklärt Martin Mink vom Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). „Die Person dahinter lässt sich aber erst identifizieren, wenn sie auf einer Seite zum Beispiel eine Mailadresse hinterlässt.“
Die EU-Kommission will persönliche Daten von Bürgern künftig besser schützen und hat dazu am Mittwoch (25.01.) in Brüssel entsprechende Reformvorschläge präsentiert. So sollen Seitenbetreiber künftig unter anderem explizit die Zustimmung von Internetnutzern einholen müssen, wenn sie ihre Daten verwenden wollen.
Wie man weniger Daten im Netz hinterlässt
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Wie man weniger Daten im Netz hinterlässt
Regelmäßig Browser-Verlauf löschen
Viele Informationen sendet unter anderem der Browser. Webseiten können die Chronik auslesen und so erkennen, auf welche Seiten Sie schon gesurft sind. Wer das unterbinden will, löscht die Liste der besuchten Seiten regelmäßig, muss die Adresse dann aber öfter von Hand eintippen.
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Cookies deaktivieren
Ähnlich ist es bei den Cookies, mit deren Deaktivierung Surfer viel weniger Spuren hinterlassen. Gleichzeitig funktionieren viele Webseiten dann aber gar nicht mehr. Wer das nicht will, muss zwischen dem Schutz der Privatsphäre und Komfort beim Surfen abwägen.
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Aus sozialen Netzwerken regelmäßig abmelden
Ähnlich ist der Fall auch bei der Anmeldung bei sozialen Netzwerken und Webdiensten: Weil es vielen zu lästig ist, Name und Passwort ständig neu einzugeben, bleiben sie lieber dauerhaft eingeloggt. Das ist zwar praktisch, macht es Datensammlern aber viel leichter, Surfprofile mit persönlichen Informationen wie dem echten Namen und der Adresse zu verknüpfen.
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Vorteile von Kundenkonten
Allerdings kann ein Nutzerprofil auch Vorteile haben, zum Beispiel weil in Suchmaschinen und Onlineshops nur noch zum Besucher passende Informationen angezeigt werden.
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Nachteile von Kundenkonten
Datenschutzexperten warnen aber trotzdem vor zu viel Unbekümmertheit, denn Profile mit persönlichen Daten sind eine Menge Geld wert. Nutzer haben keine Kontrolle darüber, wer ihre Daten speichert und an wen er sie weitergibt.
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Kontrolle von Kundenkonten
Bei einigen Diensten und Webseiten können Nutzer aber zumindest ein wenig kontrollieren, was mit ihren Daten passiert. Beim Onlineshop Amazon lässt sich in den Kontoeinstellungen zum Beispiel personenbezogene Werbung ein- und ausschalten. Die Liste der zuletzt besuchten Seiten kann hier ebenfalls gelöscht werden. Ähnliche Einstellungsmöglichkeiten gibt es auch in vielen anderen Onlineshops. Oft sind die entsprechenden Punkte zwar in verschachtelten Menüs versteckt, die Suche lohnt sich aber: In der Regel sind die Einstellungen zunächst so gesetzt, dass dem Betreiber relativ viel erlaubt wird.
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Privatsphäre-Einstellungen überprüfen
Genauso sinnvoll ist es auch, die Privatsphäre-Einstellungen von sozialen Netzwerken zu überprüfen: Die meisten Informationen über sich stellen viele Nutzer selber ins Netz. Oft seien sie sich nicht bewusst, wer alles auf private Mitteilungen oder Fotos zugreifen kann.
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Was weiß Google über mich?
Wer wissen will, was der Suchmaschinenbetreiber Google über ihn weiß, kann die Seite www.google.com/dashboard besuchen. Dort sehen Besitzer eines Google-Kontos auf einen Blick, in welchem Dienst was gespeichert ist. In seinem Blog hatte Google am Dienstag (24.01.) angekündigt, Benutzerdaten aus verschiedenen Angeboten wie Maps, Mail und Docs in Zukunft zusammenzuführen.
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Wer im Internet sucht, einkauft oder mit Freunden kommuniziert, hinterlässt eine Datenspur. Daraus erstellen Datensammler ein persönliches Profil zur Weitervermarktung. Wer das nicht will, muss ein paar Tricks anwenden.
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Mit einigen Tricks können Surfer die Datensammelei aber schon jetzt unterbinden. Viele Informationen sendet unter anderem der Browser. „Webseiten können die Chronik auslesen und so erkennen, auf welche Seiten Sie schon gesurft sind“, nennt Mink ein Beispiel. Wer das unterbinden will, löscht die Liste der besuchten Seiten regelmäßig, muss die Adresse dann aber öfter von Hand eintippen.
Noch mehr Tipps, um weniger Daten im Netz zu hinterlassen geben wir in der Bildergalerie.