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26. Oktober 2012

iPad-App: Apple erhöht über Nacht die Preise

 Von Marin Majica
Apple hat Kunden und App-Anbieter in Europa in der Nacht zum Freitag mit einer Preiserhöhung überrascht.  Foto: dapd

Apple hat in der Nacht zum Freitag sein Preisgefüge für Apps im Euro-Raum angepasst. Die kleinste Einzelverkaufsstufe für Apps beträgt ab sofort nicht mehr 79, sondern 89 Cent. Nutzer und Anbieter wurden von dieser Änderung kalt erwischt.

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Apple hat in der Nacht zum Freitag sein Preisgefüge für Apps im Euro-Raum angepasst. Die kleinste Einzelverkaufsstufe für Apps beträgt ab sofort nicht mehr 79, sondern 89 Cent. Nutzer und Anbieter wurden von dieser Änderung kalt erwischt.

Apple ist stets für eine Überraschung gut, doch an diesem Freitag war es eine böse: Über Nacht hat der Konzern die Preise in seinem App Store angehoben. Um bis zu 20 Prozent teurer werden die rund 700 000 Anwendungen, da der Konzern die festgelegten Preisstufen verändert hat. Folgen hat das auch für viele Verlags-Angebote von Tageszeitungen und Zeitschriften. So kostet die App des Magazins Focus nun 3,59 Euro statt 2,99 Euro. „Das ist kein fairer Umgang mit Geschäftspartnern“, kritisierte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Apple, immer wieder als Monopolist in der Kritik, hat Entwickler auf die Anpassung der Preise in den Währungen Euro, mexikanischer Peso und dänische Krone nur beiläufig am Ende einer E-Mail hingewiesen. Entsprechend überrascht waren etliche Unternehmen. Die Branchenverbände Bitkom und BIU wollten sich zunächst zu Apples Vorgehen nicht äußern. Beim Spielekonzern Electronic Arts (EA) schien noch nicht aufgefallen zu sein, dass die App des beliebten Fußball-Spiels „Fifa 13“ plötzlich 5,99 Euro statt 5,49 Euro kostet.

EA hat allerdings das Glück, das es die Preisstufe 5,49 Euro weiterhin in Apples System gibt. Auf den alten Preis nicht einfach wieder umstellen können dagegen der Focus oder der Hamburger Spiegel. Die App-Ausgabe des Spiegel kostet nun plötzlich 4,49 Euro und damit mehr als das gedruckte Heft (4,20 Euro). Die nächstbilligere Preisstufe wäre aber 3,59 Euro.

Der Focus ist digital nur noch 11 Cent billiger als der am Kiosk (3,70 Euro). Soll der Abstand größer sein, müsste die App für 2,69 Euro verkauft werden – verlegerisch weitreichende Entscheidungen. Der Spiegel wird den Apple-Preis beibehalten, beim Focus wird noch beraten. Betroffen ist auch die iPad-Ausgabe der Berliner Zeitung, die im Einzelverkauf nun 0,89 Euro statt 0,79 Euro kostet. Das ist der Einstiegspreis, die nächstgünstigere Preisstufe wäre „gratis“. Den ebenfalls hochgesetzten Preis für das Monats-Abo hat der Verlag auf die Ursprungshöhe zurückgesetzt.

Das Vorgehen von Apple bezeichneten BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) „als inakzeptablen Eingriff in die Preishoheit der Verlage“. Das zeige, „dass sich die Verlage nach anderen Geschäftspartnern umsehen müssen“. Die Marktmacht von Apple sei groß, aber mit Amazon und Google etablierten sich Konkurrenten, „die sich in Kundenbeziehungen auch anders verhalten“.

In eigener Sache

Leider ist auch die Tablet-Ausgabe der Frankfurter Rundschau in der Nacht von der unangekündigten Preiserhöhung im Einzelverkauf und der automatischen Anpassung der iTunes-Abopreise betroffen gewesen. Der Abopreis via iTunes ist bereits von uns auf den alten Wert zurückgesetzt worden. Am Einzelverkaufspreis können wir leider nichts ändern.

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