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05. November 2009

Kommentar zum Datenschutz: Googles neuer Weg

 Von 
Michael Bayer ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau. Foto: fr

Die Supermacht des Internets verrät jetzt, welche Daten sie über ihre Nutzer speichert. Das könnte für Empörung sorgen. Doch ist die angebracht? Von Michael Bayer

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Wo stehen die Daten?

Wer einen Google-Account hat, sollte sich anmelden und folgenden Klickweg gehen: google.de / Einstellungen / Google-Konteneinstellungen / Dashboard (Daten anzeigen, die mit diesem Konto verknüpft sind)

E-Mail, Messenger, Feedreader - irgendeinen praktischen Dienst von Google benutzen sicher alle, die sich im Internet bewegen. Man muss dafür ja nichts anderes machen als sich kostenlos anmelden. Kostenlos? Das stimmt nur fast. Denn wir bezahlen sehr wohl, mit unseren persönlichen Informationen, die wir preisgegeben.

Klar: Dass Google eine Datenkrake ist, bekommen wir schon lange warnend erzählt. Jetzt hilft den Usern ausgerechnet die Supermacht des Internets höchstpersönlich, sich das im eigenen Fall zu veranschaulichen - in dem sie offenlegt, welche der eingegebenen Daten gespeichert werden.

Wer das "Dashboard" liest, das diese Informationen bereit hält, dürfte überrascht sein - je mehr, desto weniger man sich bisher um den Datenschutz gekümmert hat. Hier und da wird der Überraschung dann Empörung folgen. Doch ist die angebracht?

Wer einen Google-Account anlegt, sollte mittlerweile wissen, was ihm blüht. Und hier und da lässt sich die Datenspeicherung abschalten - auch wenn niemand weiß, ob sich Google in der internen Verarbeitung dran hält.

Auch die neue Offenheit von Google ist zweischneidig. Klar: Die Suchmaschine befürchtet, dass angesichts der lauter werdenden Kritik immer mehr User die verlockenden Dienste im Web meiden. Das Dashboard könnte Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, und es erscheint wahrscheinlich, dass viele Nutzer die Datenaufstellung erst gar nicht finden.

Andererseits: Google gibt einen Teil seines Geschäftsgeheimnisses preis. Und ermahnt im Idealfall damit die Surfer, sich vorsichtiger im Web zu bewegen. Wäre das am Ende das Ergebnis der Empörung, wäre sie mehr als berechtigt: Sie wäre enorm wichtig.

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