Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Telekom will nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" höhere Gebühren von ihren Konkurrenten verlangen. Das Telefonieren mit Billiganbietern könnte dadurch teurer werden.
Wie die Zeitung berichtet, fordert die Telekom von der Bundesnetzagentur eine deutliche Anhebung der Gebühren, die sie für die Zusammenschaltung fremder Netze mit dem eigenen Telefonnetz in Rechnung stellt. Für die beiden wichtigsten Tarifzonen sollten die Minutenpreise um jeweils rund zehn Prozent steigen. Call-by-Call-Anbieter wären dann möglicherweise gezwungen, die höheren Vorleistungskosten an die Endkunden weiterzugeben. Die "FAZ" beruft sich auf die Antragsunterlagen der Telekom für die Netzagentur.
Angesichts des scharfen Wettbewerbs sehe die Telekom die Schmerzgrenze erreicht: "Eine flächendeckende Netzinfrastruktur vorzuhalten, hat einen Preis. Und die Kosten dafür kann die Deutsche Telekom nicht alleine tragen", wird Festnetzvorstand Timotheus Höttges zitiert. Die Zusammenschaltungsgebühren bringen dem Blatt zufolge der Telekom jedes Jahr Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe. Auch die um Arbeitsplätze in der Telekom besorgte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mache gegen die Netzagentur mobil. "Die Regulierung muss jetzt ein Zeichen zu setzen. Es geht nicht nur um möglichst niedrige Preise. Die Telekom braucht Luft zum Atmen, um in die Zukunft investieren zu können", sagte ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder laut "FAZ".

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