Wer kennt das nicht: Man sitzt im Flugzeug und hat den denkbar unpassendsten Sitznachbarn erwischt. Je nach Geschmack redet der entweder zu viel oder zu wenig oder über die falschen Themen und leistet sich – im allerschlechtesten Fall – auch noch einen Kampf um die Armlehne. Das Problem haben einige Fluglinien erkannt und bieten teils schon seit einiger Zeit so genanntes „Social Seating“ an.
Bei AirBaltic kann man beispielsweise vor dem Flug angeben, ob man lieber ungestört arbeiten, Geschäftskontakte knüpfen, Smalltalk führen oder komplett ungestört reisen möchte. Auf Grundlage dieser Informationen, die man mit freiwilligen Angaben wie dem Beruf oder den Interessen anreichern kann, bekommt der Flugreisende einen passenden Sitznachbarn zugewiesen.
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Foto: dpaAndere Fluggesellschaften – unter ihnen KLM und neuerdings auch Finnair – gehen einen Schritt weiter und bieten die Möglichkeit, beim Online-Checkin eine Verknüpfung zum Facebook-Profil herzustellen. Anschließend wird das eigene Profilbild auf dem ausgewählten Sitzplatz angezeigt – und jeder, der ebenfalls die Facebook-Verbindung nutzt, kann sich vor dem Auswählen des Sitzplatzes über den potenziellen Sitznachbarn informieren.
Künftig stehen Nutzer des Social Seating also nicht nur vor der beliebten Frage „Fenster- oder Gangplatz?“, sondern auch vor Fragen wie „männlich oder weiblich?“, „alt oder jung?“ und „ähnliche Interessen oder ganz andere?“. Um letztendlich dann doch nicht zu wissen, was einen an Bord erwartet. Denn ein nettes Profilbild, gemeinsame Interessen oder ein ähnlicher Beruf bedeuten schließlich nicht zwangsläufig, dass man sich auch auf einem mehrstündigen Flug sympathisch ist. Oder dass der Sitznachbar nicht doch die komplette Armlehne für sich beansprucht.
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