Mainz. Acht Prozent der deutschen Kinder, die durchs Internet surfen, sind nach eigenen Angaben schon einmal auf Seiten mit brutalen, pornografischen oder rechtsextremen Inhalten gelandet.
Laut einer Umfrage im Auftrag des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) berichteten außerdem sieben Prozent der Eltern junger Internetnutzer, ihr Nachwuchs sei schon einmal - oft unabsichtlich - auf solche problematischen Seiten gestoßen. Insgesamt haben gut drei Viertel aller Kinder Erfahrungen mit dem weltweiten Datennetz, teilte der mpfs in Mainz mit. Für die KIM-Studie 2008 waren von Mai bis Juli vergangenen Jahres etwa 1200 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sowie ihre Erziehungsberechtigten befragt worden.
Vor allem für Jungen sind demnach Computer- und Konsolenspiele wichtig. Mehr als ein Viertel von ihnen spielt mehr als eine Stunde am Tag. Dabei wird die Alterskennzeichnung zur Gewährleistung des Jugendschutzes nicht selten unterlaufen: "Etwa jeder dritte Spieler hat schon Erfahrungen mit Spielen gesammelt, die nicht für sein Alter freigegeben waren", heißt es in der Studie.
Die KIM-Studie wird seit 1999 als Langzeituntersuchung zum Medienumgang von Kindern erstellt. Die aktuellen Ergebnisse wurden am Dienstag in Mainz anlässlich des von der EU ins Leben gerufenen "Safer Internet Day" präsentiert, mit dem das Internet für Kinder und Jugendliche sicherer gemacht werden soll. (dpa)

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