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Studie von Freedom House: Wo das Internet frei ist - und wo nicht

Die Nichtregierungsorganisation Freedom House hat in einer umfassenden Studie 37 Länder auf Meinungs- und Informationsfreiheit im Netz untersucht. FR-online.de hat alle Länderberichte in einer interaktiven Karte zusammengetragen.

Die Karte Freiheit im Internet 2011 wurde von der NGO Freedom House erstellt - und von der FR als Google Map umgesetzt.
Die Karte "Freiheit im Internet 2011" wurde von der NGO Freedom House erstellt - und von der FR als Google Map umgesetzt.
Foto: Google Maps

Das Internet hat eine Schlüsselrolle bei Volksbewegungen in Ägypten oder im Iran gespielt - doch im Gegenzug sehen Menschenrechtler auch mehr staatliche Versuche, das Netz zu kontrollieren. Immer mehr Regierungen wollen den Fluss der Informationen im Internet regulieren oder einschränken, warnt die US-Nichtregierungsorganisation Freedom House.

China, wo zahlreiche Websites schlicht unzugänglich sind, sei nach wie vor ein Musterfall bei der Härte der Überwachung. „Aber auch in demokratischeren Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien, Südkorea, Türkei und Großbritannien wird die Internet-Freiheit untergraben - durch rechtliche Bedrohungen, undurchsichtige Zensur oder zunehmende Überwachung“, heißt es im Bericht „Freedom on the Net 2011“. Für die mehr als 400 Seiten umfassende Studie wurden 37 Länder unter die Lupe genommen.

Autoritäre Regime blockieren dem Bericht zufolge verstärkt Websites, die mit der Opposition verbunden sind, zwingen Internet-Anbieter, politisch kontroverse Inhalte zu entfernen, und nehmen Blogger und einfache Nutzer fest. Die Studie zeige, dass, die Freiheit im Internet keine Selbstverständlichkeit sei, betonte Freedom-House-Direktor David J. Kramer. Undemokratische Regime investierten mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen in Zensur und andere Kontrollen.

Die 37 untersuchten Länder samt Einzelberichten von Freedom House - allesamt von FR-online.de verlinkt in dieser Google Map:


Freiheit im Internet auf einer größeren Karte anzeigen

So seien in 12 der 37 Länder die Video-Plattform YouTube, das Online-Netzwerk Facebook und der Kurznachrichtendienst Twitter oder ähnliche Angebote zeitweise oder dauerhaft gesperrt worden. In 23 Ländern kamen Blogger oder Internet-Nutzer ins Gefängnis für Inhalte, die sie ins Netz gestellt hatten. „In allen Ländern stach ein Aspekt der Zensur ins Auge: Die Willkürlichkeit und Intransparenz der Entscheidungen, bestimmte Inhalte zu sperren.“ Autoritäre Regime schreckten auch vor Cyberattacken gegen politische Gegner nicht zurück.

In einem Ländervergleich kam Estland als das Land mit den geringsten Einschränkungen bei der Internet-Nutzung auf Platz eins, gefolgt von den USA und Deutschland. Für die Rangliste wurden Aspekte wie Hürden für den Zugang zum Internet, inhaltliche Einschränkungen und Verletzung von Nutzer-Rechten bewertet. Die härtesten Einschnitte bei der Internet-Nutzung gibt es demnach in Iran, Birma, Kuba und China. (dpa)

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Datum:  20 | 4 | 2011
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Das Leitthema der Messe lautet "Managing Trust" - die Kernfrage dabei ist, wie die Informationstechnik sicherer werden kann. Erwartet werden mehr als 340.000 Besucher.

Interaktive Karte
Die Karte Freiheit im Internet 2011 wurde von der NGO Freedom House erstellt - und von der FR als Google Map umgesetzt.

FR-online.de zeigt die Ergebnisse der Studie "Freedom on the Net 2011" in einer interaktiven Karte.

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