kalaydo.de Anzeigen

Topf sucht Deckel: Gut präsentieren in Partner-Portalen

Immer mehr einsame Herzen halten nicht nur in der Disco oder beim Spaziergang mit dem Hund Ausschau: Partnersuche via Web lautet ihre Devise. Aber auch im Internet heißt es, selbst aktiv zu werden.

Wo bist du, mein Sonnenlicht? Laut einer Studie haben schon neun Millionen Deutsche einen festen Partner via Internet kennengelernt.
Wo bist du, mein Sonnenlicht? Laut einer Studie haben schon neun Millionen Deutsche einen festen Partner via Internet kennengelernt.
Foto: dpa

Berlin. Immer mehr einsame Herzen halten nicht nur in der Disco oder beim Spaziergang mit dem Hund Ausschau: Partnersuche via Web lautet ihre Devise.

Dabei nur auf den Traumprinzen oder die Traumprinzessin zu warten, reicht jedoch nicht aus: Auch im Internet heißt es, beim Kontakteknüpfen selbst aktiv zu werden.

Neun Millionen Bundesbürger haben schon einen festen Partner über das Internet kennengelernt, ergab jüngst eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Wer als Topf seinen Deckel sucht, sollte wissen, welche Art von Beziehung es sein soll, ehe er sich irgendwo anmeldet. Da gibt es Flirtportale wie iLove.de oder auch datingcafe.de - und zum anderen Partnervermittlungen wie eDarling.de, ElitePartner.de und parship.de.

"Wer einen Flirt sucht, ist in Datingportalen oder Flirtbörsen gut aufgehoben. Bei Partnervermittlungen geht es dagegen eher um feste Beziehungen", sagt Lisa Fischbach, Singlecoach bei ElitePartner.de. Flirtportale leben von der Aktivität der Mitglieder, bei Vermittlungen bekommt man Partnervorschläge. Es existieren aber auch Mischformen: neu.de, friendscout24.de und be2.de sind drei davon.

Wer ein Vermittlungsportal ausgewählt hat, wird aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen. So kommt ein Persönlichkeitsprofil zustande. "Wir stellen unseren Nutzern 200 Fragen", sagt David Khalil von eDarling.de. "Wer die Profile nach Mindeststandard ausfüllt, der fällt nicht besonders auf. Um Engagement zu zeigen, sollte man auch Zusatzfragen beantworten." Aber auch bei Flirtportalen ist das Profil das "A und O", sagt Diplom-Psychologin Fischbach: "Standardaussagen sind nichtssagend. Beim Ausfüllen der Fragebögen und der Steckbriefe sollte man sich Mühe geben - das erhöht die Erfolgschancen."

Ein paar Kilo weniger, ein paar Zentimeter mehr - auch kleine Lügen sollte man vermeiden. "Spätestens beim ersten Treffen fällt so etwas auf", warnt Fischbach. Erlaubt sei dagegen, Schokoladenseiten zu betonen. Das gilt beim Auswählen des Profil-Fotos ebenso. "Man sollte Wert legen auf ein gutes Foto. Denn das vermittelt auch im Internet meist den ersten Eindruck." Auch auf das Pseudonym kommt es an. "Ulrike82" wirkt langweilig, "Knuddelbärchen2010" ist auch nicht originell. Kreativität ist gefragt, um aufzufallen.

Beim Flirtportal wie bei der Vermittlung ist es das erste Gebot, aktiv zu werden. "Wer nur darauf wartet, dass er angeschrieben wird, hat geringe Erfolgschancen", weiß Khalil. Die erste Nachricht an ein interessantes Mitglied sollte persönlich sein. "Standard-Mails werden gleich weggeklickt", sagt Fischbach. Gut ist, auf Aussagen im Profil wie Hobbys oder Reiseziele einzugehen.

Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sind Nutzer lieber sparsam mit den Daten, die sie sichtbar machen: "Name, Adresse, Telefonnummer - alles, womit man im realen Leben identifizierbar ist, gehört nicht in solche Portale", rät Jan Bruns von "Computer Bild". Das legt auch ein Test der Zeitschrift nahe. Dabei wurden mehrere Portale trotz guter Vermittlungsqualitäten wegen Sicherheitslücken abgewertet. "Häufig konnten Anmeldedaten ausgespäht werden."

Ein weiterer Kritikpunkt waren teils undurchsichtige Abolaufzeiten und Preise: "Die meisten Portale werben mit einem Monatsbeitrag. Die Mindestlaufzeit liegt aber meist bei drei Monaten", so Bruns. Also wird es teurer, als es zunächst aussieht. Die meisten Anbieter räumen Gratis-Testmöglichkeiten ein. Wirkliche Kontaktaufnahme ist aber in der Regel erst möglich, wenn der Nutzer ein Abo erworben hat. Testsieger wurde eDarling.de mit der Note "befriedigend". (dpa/tmn)

Datum:  22 | 6 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
FR @ Social Media

 

Wir informieren Sie auch in den Sozialen Netzwerken - in Facebook, Twitter und Google+. Schauen Sie, was Ihre Facebook-Freunde auf FR-Online empfehlen - und verfolgen Sie unseren Twitter-Ticker:

 

Anzeige

 
Grimme Online-Award auf Twitter
 
Ressort

Nachrichten aus dem WWW und Tipps zum Computer-Kauf; Wissenswertes über
iPhone, iPad & Co


Fakten

Die Cebit 2012, das weltgrößte Treffen der IT-Branche, läuft von Dienstag, 6., bis Samstag, 10. März. Mehr als 4200 Unternehmen aus 70 Ländern stellen ihre Produkte und Neuentwicklungen in Hannover vor.

Das Leitthema der Messe lautet "Managing Trust" - die Kernfrage dabei ist, wie die Informationstechnik sicherer werden kann. Erwartet werden mehr als 340.000 Besucher.

Interaktive Karte
Die Karte Freiheit im Internet 2011 wurde von der NGO Freedom House erstellt - und von der FR als Google Map umgesetzt.

FR-online.de zeigt die Ergebnisse der Studie "Freedom on the Net 2011" in einer interaktiven Karte.

Anzeige

Spezial

Bespitzelung von Beschäftigten, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?

Anzeige

Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.

 

Die 5 beliebtesten Pausenspiele

FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.

Textimport

Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.

Meistgeklickt
Sieger: Der zehnjährige Marco gewinnt das Finale von DSDS Kids. Moderator Daniel Assmann (l.) und DSDS-Kandidat Thomas Pegram freuen sich.
DSDS Kids: Das Finale 
Ermittler der Spurensicherung der Polizei durchsuchen in Kiel ein ehemaliges Trafohaus auf dem Gelände einer Kfz-Werkstatt.
Einsatz gegen Rockerbande 
Das DFB-Bundesgericht mit dem Vorsitzenden Goetz Eilers hat entschieden: Das Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird nicht wiederholt.
Kein Wiederholungsspiel zwischen Düsseldorf und Berlin 
Facebook
Weblog

Hier wird das alte Frankfurt lebendig: Welche Ereignisse waren einst Stadtgespräch am Main? Zeitzeugenberichte und Hintergrundinformationen rund um die Frankfurter Stadtgeschichte.

Weblog

Ob mit Bahn oder Auto, Fahrrad oder zu Fuß - Pendler leiden jeden Morgen und Abend geduldig. Bisher. Nun reden sie. Im FR-Pendlerblog.

Weblog

Er ist Ihr Mann in der FR-Redaktion: Bei Bronski zählt Ihre Meinung. Diskutieren Sie online mit.