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06. Januar 2016

Twitter: Twitter plant Aufhebung des 140-Zeichen-Limits

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Bisher kann man auf Twitter maximal 140 Zeichen pro Tweet verschicken. Das könnte sich bald ändern.  Foto: dpa

Twitter plant offenbar die 140-Zeichen-Grenze aufzuheben – das wohl prägnantes Merkmal des Dienstes. Wir erklären, wieso Twitter zu so einem radikalen Schritt bereit ist.

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Die Beschränkung auf 140 Zeichen ist eigentlich ein Kernelement von Twitter. Sie erfordert die Konzentration auf das Wesentliche. Doch ausgerechnet die könnte nun verschwinden. Die wichtigsten Fragen & Antworten.

Was hat Twitter vor?
Der Internetkurznachrichtendienst Twitter will sich offenbar von der Begrenzung auf 140 Zeichen trennen. Das Unternehmen denke stattdessen über 10.000-Zeichen-Botschaften nach, berichtete die Internetseite Re/code. Dem Bericht nach könnte Twitter die Erhöhung der Grenze bereits bis Ende März einführen. Die 10.000-Zeichengrenze besteht bereits bei der Versendung von Direktnachrichten an andere Twitter-Nutzer.

Was sagt Twitter dazu?
Twitters Unternehmenschef Jack Dorsey reagierte mit einem Tweet auf den Bericht. Darin bestätigt er die Pläne zwar nicht direkt. Aber er erklärt die Logik hinter den Überlegungen. Man habe beobachtet, dass viele Nutzer Screenshots von längeren Texten posteten, weil sie mehr mitteilen wollten als es die 140-Zeichen-Regel erlaube. Das Problem sei: Diese Texte seien nicht durchsuchbar oder markierbar. „Was, wenn der Text wirklich Text wäre?“ fragt Dorsey – in einem als Bild geposteten Screenshot-Text. Man werde nicht davor zurückschrecken Twitter mehr Nutzwert zu geben. 

Macht Twitter damit Twitter kaputt?
Nicht unbedingt. Zwar ist die 140-Zeichen-Grenze ganz klar ein Kernfeature des Dienstes. Sie zu entfernen wird aber nicht per se bedeuten, dass sich Twitter für die Nutzer anders anfühlen wird. Alles wird davon abhängen, wie Twitter längere Texte anzeigen wird. Vermutlich wird Twitter darauf achten, dass 140 Zeichen lange Tweets oder „Tweet-Überschriften“ weiterhin die Twitter-Timeline prägen und diese nur „aufgeklappt“ werden können, um mehr Text-Inhalt zu sehen, der dann kein Screenshot mehr ist, sondern ein „echter“ Text. Alles andere würde wohl bedeuten, dass Nutzer nicht mehr so viele Tweets lesen können wie bisher – eine Erfahrung die Twitter Recode zufolge bereits gemacht hat, seitdem der Dienst Bilder in Tweets prominenter anzeigt. Das klingt logisch: Dadurch dass die einzelnen Tweets länger werden, sehen sich die Nutzer insgesamt weniger Tweets an.  Twitter wird also vermutlich alles daran setzen,  Text durchsuchbar zu machen ohne den schnellen und prägnanten Charakter des Dienstes zu verlieren. 

Geht es nur darum, Tweets durchsuchbar zu machen?
Wohl kaum. Ein interessanter Nebeneffekt für Twitter wäre: Wenn längere Texte direkt auf der Twitter-Plattform angezeigt werden,  kann Twitter sie auch zu Geld machen. Mit Anzeigen.

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