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Urheberrecht: Köhler sieht geistige Enteignung im Internet

Gute Arbeit müsse ihren Lohn haben, auch im geistigen und künstlerischen Bereich, mahnt Bundespräsident Horst Köhler.

Frankfurt/Main. Bundespräsident Horst Köhler hat die Durchsetzung des Urheberrechts im Internet angemahnt. "Ich finde es nicht gut, dass viele inzwischen durch die Möglichkeiten des Internets einen Anspruch auf kostenlose Nutzung künstlerischer und geistiger Produktion zu haben glauben.

Das ist eine Art geistiger Ausbeutung oder gar Enteignung", sagte Köhler in einem Interview des Fachmagazins "Börsenblatt" (Donnerstag). Das Urheberrecht schütze nicht nur den kulturellen Wert schöpferischer Leistung, sondern auch ihren materiellen Wert.

Gute Arbeit müsse ihren Lohn haben, auch im geistigen und künstlerischen Bereich. "Die Vorstellung vom armen Poeten gehört - dem Urheberrecht sei Dank - dem vorigen Jahrhundert an", sagte Köhler. Letztlich werde die künstlerische und geistige Vielfalt Schaden nehmen, wenn die Schöpfer der Inhalte davon keinen angemessenen Nutzen hätten.

Das "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" erscheint wöchentlich in einer Auflage von 11 000 Exemplaren als Fachzeitschrift der Buchbranche. Herausgeber ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. (dpa)

Datum:  17 | 6 | 2009
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