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21. Januar 2016

US-Wahlkampf: Das merkwürdige Comeback der Sarah Palin

 Von 
Neues Dreamteam: Sarah Palin geht für Donald Trump auf Stimmjagd.  Foto: rtr

Donald Trump zieht für den US-Wahlkampf alle Register. Für Stimmen der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung soll jetzt Sarah Palin sorgen. Allerdings lassen zwei wirre Reden vermuten, dass sich Trump mit Palin keinen Gefallen getan hat.

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Selbst Donald Trump schaut so, als wüsste er nicht, was er da gerade angerichtet hat. Als er am Dienstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa Sarah Palin zum Rednerpult bittet, hatte er wohl die Hoffnung, einige Stimmen der ultrarechten Tea-Party-Bewegung einzusammeln. Die Ex-Gouverneurin von Alaska gilt in Amerika noch immer als eine der Gallionsfiguren für republikanische Hardliner. Doch als Palin mit ihrer Rede beginnt, scheint selbst der sonst so selbstsichere Milliardär so zu wirken, als würde er am liebsten im Boden versinken.

Denn was dann folgt, ist ein zwanzigminütiges Best-Of-Palin. Wie während des Wahlkampfs 2008, als Palin republikanische Vizepräsidentin werden sollte, reiht die 51-Jährige wirre Statements wahllos aneinander. Die Gegner haben sich nicht geändert: Es geht gegen das Establishment in Washington, gegen die Demokraten, und natürlich vor allem gegen Barack Obama. Der habe in seiner Amtszeit versagt,  vor allem in der für Palin so wichtigen Rolle als oberster Befehlshaber des Militärs. Amerika benötige nämlich einen Militärchef, der „ISIS in den Arsch treten wird.“

Diesen Befehlshaber sieht die Politikerin in Trump. Kein Kandidat könne dem Milliardär das Wasser reichen. Während andere Kandidaten ihre „political correctness“ um sich tragen „wie einen Sprengstoffgürtel“, traue sich Trump auch an unangenehme Themen heran. Und überhaupt:  Der Milliardär habe nichts mit den Eliten in Washington gemeinsam: „Er ist aus der Privatwirtschaft und kein Politiker. Kann ich dafür ein Halleluja bekommen?“, brüllt die aufgekratzte Palin vom Rednerpult. Trump begleitet ihre Worte mit einem gequältem Lächeln.

Lange war es ruhig geworden um die ehemalige Hoffnungsträgerin der Republikaner. Nach ihrem Rücktritt als Gouverneurin hatte sich Palin zunehmend zu einem Medienphänomen entwickelt. So arbeitete sie unter anderem als Kommentatorin für den konservativen Nachrichtensender Fox News oder war Star in eigenen Reality-TV-Formaten. Politisch trat sie nur noch selten in Erscheinung. Allerdings scheint es bei genauerer Betrachtung fast logisch, dass Trump sich die schrille Politikerin zur Unterstützung geholt hat. „Niemand auf der Welt ist so wie Donald Trump, außer vielleicht einer Person“, stellte auch Late-Night-Moderator Stephen Colbert in seiner Sendung nach Palins Rede fest. Dementsprechend erfreut war der Satiriker, dass Palin ihm nun wieder Themen für seine Sendung liefere.

Colberts Hoffnungen dürften sich bestätigen: Palin legte in ihrer Rede am vergangen Mittwoch in Oklahoma direkt nach. Dort nahm die 51-Jährige Stellung zur Festnahme ihres Sohnes. Der 26-jährige Soldat soll angeblich seine Freundin mit einer Waffe bedroht und geschlagen haben. Eine Erklärung hatte Palin für die vermeintliche Tat auch: Die Regierung um Präsident Obama bringe ihren Veteranen nicht mehr genügend Respekt entgegen.

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