Hamburg. Google hat mit der Löschung der aus ungeschützten drahtlosen Netzwerken gesammelten Daten begonnen - zunächst jedoch nur die aus Irland. Man habe die sensiblen Informationen auf Antrag der dortigen Datenschutzbehörde entfernt, sagte ein Google-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Dies sei unter Aufsicht eines externen Gutachters geschehen. In anderen Ländern werde man die Daten nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen ebenfalls löschen.
Das Unternehmen hatte am Wochenende eingestanden, dass seine Kamera-Autos, die Fotos für die digitale Straßenansicht Street View machen und WLAN-Sendestationen kartographieren, entgegen vorheriger Beteuerungen auch persönliche Daten aus den drahtlosen Funknetzen gesammelt haben.
Die für Google zuständige Datenschutzbehörde in Hamburg äußerte sich zunächst nicht zu ihrem weiteren Vorgehen. Man rede mit dem Unternehmen, sagte ein Sprecher am Montag. Eine Erklärung sei aber erst an diesem Dienstag zu erwarten.
Bei den gespeicherten Daten handelt es sich nach Angaben von Google in der Regel nur um Bruchstücke von Nutzdaten, da der Funkscanner fünfmal in der Sekunde den Empfangskanal wechsle. Nicht erfasst worden seien verschlüsselte Daten, die etwa im einem Webbrowser mit dem HTTPS-Protokoll geschützt gewesen seien.
Für das "unabsichtliche" Ausspähen ist nach Unternehmensangaben ein Fehler beim Aufsetzen der Scan-Software verantwortlich. Google entdeckte den Fehler, als er einen detaillierten Fragenkatalog des für den Internetkonzern zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten beantwortete. (dpa)

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