Brüssel. Beim PC-Betriebssystem Windows wird es in Europa mehr Auswahl bei Internet-Browsern geben. Die EU-Kommission erklärte am Mittwoch in Brüssel Zugeständnisse des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft für rechtsverbindlich und stellte damit ein Wettbewerbsverfahren ein.
Bei dem Verfahren drohte ein hohes Bußgeld. Microsoft sicherte zu, dass europäische Windows-Nutzer eine Auswahl von verschiedenen Internet-Browsern erhalten sollen. Computerhersteller und Verbraucher sollen wählen können - und damit auch die Möglichkeit haben, den Internet Explorer auszustellen. Browser sind nötig, um im Internet zu navigieren.
Die Kommission hatte Microsoft in dem Verfahren vorgeworfen, sein marktbeherrschendes Windows-Betriebssystem mit seinen Internet-Browser zu koppeln und damit möglicherweise den freien Wettbewerb zu behindern.
Frühere Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Ein Verfahren, in dem es um die Offenlegung von Schnittstelleninformationen geht, läuft weiter. Die EU-Kommission will neue Zusagen von Microsoft dazu prüfen. (dpa)

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