Apple geht auf die Kritik an seinen chinesischen Zulieferern ein und hat erstmals eine Liste seiner Partner vorgelegt. Zugleich kündigte der US-Computerkonzern an, die Arbeitsbedingungen bei den meist asiatischen Lieferanten stärker zu überprüfen. Dabei will der Hersteller von iPad und iPhone mit der Organisation Fair Labor Association (FLA) zusammenarbeiten, die sich weltweit für Mindeststandards in Fabriken einsetzt.
Apple veröffentlichte auch das Ergebnis bisheriger Nachprüfungen bei Zulieferern. Demnach stieß der Konzern auf fast 20 Fälle von Kinderarbeit bei Lieferanten von Einzelteilen. Zudem führte Apple in dem 500 Seiten umfassenden Bericht weitere Verstöße wie schlechte Bezahlung und die Verletzung von Umwelt- und Arbeitszeitauflagen auf.
Apple-Chef Cook gelobt Besserung
Es müsse noch viel getan werden, räumte Konzern-Chef Tim Cook gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ein. „Jedes Jahr erweitern wir unser Programm, schauen uns unsere Zuliefererkette genauer an und stellen härtere Anforderungen“, betonte er. Künftig soll auch eine Arbeitsgruppe der Fair Labor Association die Lage bei den Zulieferern überprüfen.
Der iPhone-Produzent hält seine Gewinnmargen nicht zuletzt mit Hilfe seiner Partner hoch. Apple gibt am 24. Januar seine Quartalszahlen bekannt.
Die Preisgabe der 156 Partner gilt in der Branche als ungewöhnlich und als weiterer Hinweis darauf, dass Cook den Konzern nach dem Tod von Steve Jobs transparenter ausrichten will. Für diese Art der Information würden Wettbewerber sonst Geld zahlen, sagten Experten.
Die Liste bietet allerdings nur wenig Neuigkeiten. Neben Foxconn sind unter anderem der taiwanische Konzern Hon Hai Precision und Samsung Electronics aufgeführt. Auch die deutsche Infineon gehört dazu. Zuletzt war Apple vor allem wegen der Arbeitsbedingungen bei Foxconn in die Schlagzeilen geraten. Im vergangenen Jahr haben sich bei dem Unternehmen mehrere Mitarbeiter das Leben genommen. (rtr)

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