Fünf Tage nach dem verheerenden Anschlag in Nordafghanistan ist in der Region erneut ein deutscher Soldat getötet worden. Die Bundeswehr bestätigte den Tod des Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlan am Donnerstag. Demnach wurden außerdem zwei deutsche Soldaten schwer und drei weitere leicht verletzt. Der Soldat wäre damit der vierte Bundeswehr-Angehörige, der in weniger als zehn Tagen in Afghanistan getötet wurde.
Der Sprengstoffanschlag sei gegen 10.54 Uhr Ortszeit (07.24 Uhr MESZ) etwa 36 Kilometer südlich von Kundus verübt worden. Die Verwundeten würden mit Hubschraubern ausgeflogen. Spiegel Online meldete mehrere Schwerstverletzte.
Erst vor wenigen Tagen waren im Norden des Landes zwei deutsche Soldaten bei einem Taliban-Angriff auf ein Treffen mit afghanischen Sicherheitskräften getötet worden.Unter den Verletzten des Anschlags war auch deutsche Kommandeur der Isaf-Schutztruppe für Afghanistan, General Markus Kneip.
Hunderte Taliban greifen pakistanischen Grenzposten an
An der Grenze zu Afghanistan griffen außerdem hunderte Taliban-Kämpfer einen Posten der pakistanischen Sicherheitskräfte an. Mindestens 30 Menschen wurden getötet. Bis zu 300 Terroristen sollen an dem Angriff teilgenommen haben.
Unter anderem seien vier Mitglieder einer Familie, darunter Frauen und Kinder, getötet worden, als eine Mörsergranate der Taliban ihr Haus traf, sagte ein afghanischer Polizeisprecher. „Als die Armeehubschrauber ihre Stellungen in den umliegenden Hügeln bombardierten, flohen sie (die Taliban) Richtung Afghanistan.“ (rtr/dpa)