Ahmed Wali Karsai, ein jüngerer Bruder von Afghanistans Staatschef Hamid Karsai, ist getötet worden. Die Taliban haben umgehend die Verantwortung für das Attentat übernommen.
Ahmed Wali Karsai, der Bruder des afghanischen Präsidenten.
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Ahmed Wali Karsai, der Bruder des afghanischen Präsidenten.
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Kandahar –
Er hatte ihn seit Jahren gekannt und ihm vertraut. Das wurde Ahmad Wali Karsai nun offenbar zum Verhängnis. Am Dienstag wurde der jüngere Bruder von Afghanistans Präsident Hamid Karsai, der mächtigste Mann im unruhigen Süden, in seinem Haus in Kandahar erschossen – angeblich von dem langjährigen Familienfreund und Bodyguard Sardar Mohammed.
Die Taliban reklamierten den Mord für sich und nannten ihn einen „unserer größten Erfolge“ in zehn Jahren Krieg. Sie hätten Sardar vor sechs Monaten für das Attentat angeworben, erklärte ein Taliban-Sprecher. Allerdings bleiben Sardars Motive rätselhaft.
Die politischen Folgen des Mordes sind kaum absehbar. Der Tod seines Bruders ist nicht nur persönlich ein schwerer Schlag für Karsai, der Verlust könnte ihn auch politisch massiv schwächen. Das Attentat scheint aber auch eine blutige Absage der Taliban an Karsais Bemühungen um Friedensverhandlungen.
Ahmad Wali war der starke Mann im Süden, der als Hochburg der Militanten gilt, und einer der wichtigsten Pfeiler von Karsais Regime. Deshalb hat der Präsident offenbar auch über Jahre seine zwielichtigen Umtriebe geduldet. Vor allem die Amerikaner bezichtigten Ahmad Wali immer wieder, im Drogengeschäft mitzumischen und hochkorrupt zu sein. Zugleich soll er laut Medienberichten jahrelang für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet haben.
USA testen Minidrohnen für Einsatz in Städten
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USA testen Minidrohnen für Einsatz in Städten
Manche der Drohnen haben sogar kleine Flügel, die sich bewegen, um die Illusion fast perfekt zu machen.
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Das Insekt ist sogar Bestandteil des Logos der MAV-Einheit.
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Die Minidrohnen sollen bei der Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung in städtischen Umgebungen eingesetzt werden.
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Das Entwicklungslabor steh auf der Wright Patterson Air Force Base in Dayton, Ohio.
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Gruppenleiter Dr. Gregory Parker mit einer etwas größeren Drohne.
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Leutnant Zachary Goff und Chris Allen, Student der Ohio State University, steuern eine Drohne durch das Labor.
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Drei Typen der Minidrohnen.
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Noch werden die Drohnen nur im Labor getestet.
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Die Abteilung "Micro Air Vehicles" entwickelt Mini-Drohnen für die US-Luftwaffe, die Vögeln oder Insekten ähnlich sehen.
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Einsatz in Afghanistan
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Ein deutscher Marder-Schützenpanzer der schnellen Eingreiftruppe pflügt im Marmal-Gebirge bei Masar-i-Scharif während einer Übung durch den Sand.
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Deutsche Soldaten während einer Schießübung in Kunduz. Seit 2009 mehren sich die Feuergefechte zwischen der Bundeswehr und afghanischen Terroristen.
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Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) bergen in Mazar-i-Sharif in Afghanistan während einer Gefechtsübung einen "Verwundeten".
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Einsatz bei Tag und Nacht. Soldaten der QRF proben in den Marmal Bergen nahe Mazar-e-Sharif in Afghanistan in totaler Dunkelheit den Ernstfall.
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Ein deutscher CH-53 Hubschrauber der ISAF landet in Feyzabad, nördlich von Kabul.
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Gefährlicher Einsatz. Bundeswehrsoldaten sichern in Kundus die Hauptstrasse nach Kabul. Immer wieder kommt es dabei zu Angriffen von Taliban-Kämpfern.
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Ein Soldat der Bundeswehr steht in Kundus an einer Strassensprerre. In der Nacht zuvor waren erneut zwei Raketen auf das Feldlager abgeschossen worden.
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Alltag für die Soldaten. Einsatz für die Bundeswehr an einer Straßensperre in Kundus.
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Patrouillenfahrt. Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) fahren in Masar-i-Sharif in Fahrzeugen vom Typ "Fuchs" und "Dingo".
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Ruhephase. Ein Bundeswehrsoldat der QRF lehnt in den Marmal Bergen nahe Masar-I-Sharif in Afghanistan während einer Übungspause an einem Bundeswehr-Fahrzeug des Tys "Dingo".
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Deutsche Soldaten observieren die Gegend während einer Mission in der Region von Kunduz.
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Deutscher Bundeswehrsoldat trifft afghanisches Kind - aufgenommen in einem Dorf in der Region von Kunduz.
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Feldjäger der Bundeswehr patrouillieren in Mazar-i-Sharif. Der Kontakt zu den Einheimischen gilt als ebenso notwendig wie gefährlich, da es gerade während der Patrouillen immer wieder zu Anschlägen kommt..
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Ohne Übersetzer ist die Kommunikation mit den Bewohnern eines Dorfes in der Region von Kunduz für die deutschen Soldaten nur schwer möglich.
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Soldaten der Bundeswehr laufen über einen Markt in der Stadt Kundus im afghanischen Kundus Patrouille.
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Bundeswehrsoldaten der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan rauchen nach dem Einsatz an einer Straßensperre der Bundeswehr in Kundus in Afghanistan im Feldlager. An ihrem Checkpoint hatten die Soldaten Schüsse auf einen herannahenden Wagen abgeben müssen, um diesen zum Anhalten zu zwingen. Verletzt wurde niemand.
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Ärzte der Bundeswehr versorgen einen verletzten Afghanen im deutschen Camp in Kunduz.
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Der Mann war von einer Kugel getroffen worden.
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Auch die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte gehört zu den Aufgaben der Bundeswehr. Hier werden bei Masar-i-Scharif im Camp Mike Spann Soldaten der Afghanischen Nationalarmee ANA trainiert.
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Auch Waffenkunde gehört zu den Ausbildungseinheiten der Bundeswehr für das afghanische Militär.
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Ein Bundeswehrsoldat bildet im Feldlager der Bundeswehr in Feyzabad in Afghanistan afghanische Polizisten aus. Bei der Übung kommen allerdings nur Waffenattrappen zum Einsatz.
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Ein Polizist der Afghan National Police (ANP) führt in Aibak in der Provinz Samangan in Afghanistan im Rahmen der Ausbildung duch Feldjäger der Bundeswehr eine Durchsuchung durch. Feldjäger der Bundeswehr trainieren in den nördlichen Provinzen Afghanistans Polizisten der ANP.
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Wachsoldat vor dem deutschen Feldlager in Masar-i-Sharif.
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Der deutsche Oberst Georg Klein geriet in die Kritik, weil er US-Luftunterstützung im Kampf gegen zwei Tanklaster bei Kundus angefordert hatte.
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Bei dem von einem deutsche Oberst angeforderten US-Luftangriff auf zwei Tanklaster bei Kundus sterben mindestens 135 Menschen, unter ihnen viele Zivilisten, auch Kinder.
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Was macht die Bundeswehr in Afghanistan? Welche Aufgaben haben die deutschen Soldaten? Die Bilder internationaler Fotografen dokumentieren den Einsatz im Hindukusch. Hier trainieren Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) in Mazar-i-Sharif für den Ernstfall.
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Karsai mühte sich, die Fassung zu wahren, als er kurz nach der Nachricht mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der zu Besuch in Kabul weilte, vor die Presse trat: „Das ist das Leben des afghanischen Volkes“, sagte er: „Ich hoffe, dass dieses Leiden, dass jede Familie teilt, eines Tages enden wird.“ Schon mehrfach waren Anschläge auf Ahmad Wali verübt worden. Doch Sardar sah er offenbar nicht als Gefahr an.
Den Angaben zufolge empfing Ahmad Wali gerade etwa 60 Gäste im Haus, als Sardar aus nächster Nähe auf ihn feuerte. Einige Zeugen sagten, er habe zwei Schüsse in den Kopf erhalten. Andere berichteten, er sei in Bauch und Brust getroffen worden. Auch Sardar wurde noch am Tatort getötet.
Einige lokale Führer in Kandahar bezweifeln, dass der Mord tatsächlich auf das Konto der Taliban geht. Es gab auch Gerüchte über einen persönlichen Streit zwischen Ahmad Wali und Sardar. Was auch immer die Hintergründe sind, sein Tod hinterlässt jedenfalls ein gefährliches Vakuum ausgerechnet im Süden, das in einen Machtkampf münden könnte. Das kann weder Karsai noch der Nato gefallen.
Seit Monaten verüben die Taliban eine ganze Serie von gezielten Mordanschlägen auf afghanische Führungsfiguren. Damit wollen sie offenbar die Pläne der Nato torpedieren, die Verantwortung für die Sicherheit bis 2014 schrittweise an die Afghanen zu übergeben. Die ersten sieben Gebiete sollen dieser Tage den Anfang machen. Kandahar gilt dabei als Schlüsselregion. Es wird vermutet, dass die USA und die Nato nun verstärkt auf den neuen Polizeichef General Abdul Razik setzen – doch der ist genauso zwielichtig wie Ahmad Wali.