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Kommentar: Die Ehre des Generals

Der Generalinspekteur a. D. Wolfgang Schneiderhan fürchtet um seinen Ruf - und kämpft nun mit offenem Visier. Im Kern geht es um einen kleinen, aber feinen Unterschied.

Steffen Hebestreit ist Redakteur der FR in Berlin.
Steffen Hebestreit ist Redakteur der FR in Berlin.
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Der Generalinspekteur a. D. Wolfgang Schneiderhan fürchtet um seinen Ruf - und kämpft nun mit offenem Visier. Als "ehrenrührig" empfindet der kürzlich entlassene Vier-Sterne-General, was sein Vorgesetzter Karl-Theodor zu Guttenberg über ihn und den Grund seiner Entlassung verbreite. Im Kern geht es um einen kleinen, aber feinen Unterschied.

Hat Schneiderhan Guttenberg Unterlagen "nicht vorgelegt", was als fahrlässiges, womöglich aber nachlässiges Versäumnis begriffen werden könnte? Oder hat der Generalinspekteur dem Minister die Berichte "vorenthalten", was Vorsatz, Vertuschung, und Amtsmissbrauch wäre?

So fein der Unterschied scheinen mag, so ausschlaggebend ist er für die Verteidigungslinie des Verteidigungsministers. Er entscheidet, ob Guttenberg das Opfer ist, zu dem er sich am 26. November öffentlich gemacht hat. Oder ob er nur einen Sündenbock gesucht hat für eigenes Versäumnis.

Der geschasste Generalinspekteur scheint entschlossen, um seinen Ruf zu kämpfen. Gespannt darf man sein, welche Volte der Freiherr wählt. Es bleibt spannend.

Autor:  Steffen Hebestreit
Datum:  17 | 12 | 2009
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