Nach Angaben der Bundeswehr war er auf dem Weg zu einem Sicherheitstreffen mit örtlichen Würdenträgern in Kundus, als sein Konvoi mit einem Sprengsatz angegriffen wurde. Zwei deutsche Soldaten seien leicht verletzt worden. Die Provinzregierung teilte mit, drei afghanische Zivilisten seien getötet, neun weitere verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.
Erst Ende Mai war der Kommandeur der Bundeswehr in Afghanistan, Generalmajor Markus Kneip, bei einem Sprengstoffanschlag auf den Gouverneurssitz im nordafghanischen Talokan verletzt worden. Zwei Bundeswehrsoldaten wurden getötet.
US-Verteidigungsminister Robert Gates bestätigte am Sonntag Berichte über Kontakte zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban. „Ich würde sagen, die Kontakte sind sehr vorläufig“, sagte er in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN. Die Kommunikation werde „vielleicht seit einigen Wochen“ vom US-Außenministerium gestaltet. Letztlich werde dieser Krieg wie andere auch in einer politischen Lösung enden.
Es sei allerdings voreilig, die Kontakte als Friedensgespräche zu bezeichnen. „Meiner eigenen Ansicht nach können echte Versöhnungsgespräche wahrscheinlich mindestens bis zu diesem Winter keine wesentlichen Fortschritte machen“, sagte Gates. Problematisch sei etwa, einen verlässlichen Ansprechpartner auf der Seite der Taliban zu finden. Die USA wollten nicht am Ende mit jemandem Gespräche führen, der dafür gar kein Mandat habe.
Der deutsche Botschafter in Afghanistan, Rüdiger König, begrüßte die Aufnahme von Gesprächen mit den Taliban. „Wir sind zufrieden, dass dieser Prozess jetzt in Gang kommt.“