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Nato-Luftangriff in Afghanistan: Behörden: 14 Zivilisten getötet

Bei einem Luftangriff der Nato in Afghanistan sollen nach Angaben der Provinzregierung in Helmand 14 Zivilisten getötet worden. Ziel des Angriffs waren Taliban-Kämpfer. Die Nato kündigt eine Untersuchung an.

Ein US-Hubschrauber im Einsatz in der Region Helmand
Ein US-Hubschrauber im Einsatz in der Region Helmand
Foto: dapd

Bei einem Nato-Luftangriff in der südafghanischen Provinz Helmand sind nach Angaben der Provinzregierung 14 Zivilisten getötet worden, darunter zwölf Kinder. Der Sprecher des Provinzgouverneurs, Daud Ahmadi, sagte, bei dem Bombardement in der Nacht zu Sonntag seien fünf Mädchen, sieben Jungen und zwei Frauen ums Leben gekommen. Drei Kinder, eine Frau und zwei Männer seien verletzt worden. US-Truppen seien zunächst von Taliban-Kämpfern beschossen worden und hätten um Luftunterstützung gebeten. Die Nato-Flugzeuge hätten daraufhin zwei Wohnhäuser mit Zivilisten bombardiert.

Ein Sprecher der Nato-geführten Internationalen Schutztruppe Isaf sagte, man kenne die Vorwürfe über angebliche zivile Opfer. Die Isaf untersuche den Vorfall. Zivile Opfer bei Nato-Angriffen sorgen für zunehmenden Unmut in der afghanischen Regierung und Bevölkerung.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hatte das Verteidigungsministerium erst am Samstag angewiesen, Angriffe ausländischer Truppen zu verhindern, die nicht mit den Afghanen koordiniert sind. Das Ministerium soll nach der Direktive außerdem die gezielten nächtlichen Operationen von US-Spezialeinheiten - sogenannte Night Raids - unter seine Kontrolle bringen. Die Anordnung Karsais dürfte zu Spannungen mit der Nato führen.

Datum:  29 | 5 | 2011
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