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Überraschungsbesuch: Guttenberg bei Soldaten in Afghanistan

Bei einem Überraschungsbesuch in Nordafghanistan hat sich Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg vorsichtig optimistisch zur Lage dort geäußert. Bei Kämpfen in der Provinz Kundus wurden drei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt.

Minister zu Guttenberg legte auf dem Rückweg von seiner Chinareise einen Stopp in Afghanistan ein.
Minister zu Guttenberg legte auf dem Rückweg von seiner Chinareise einen Stopp in Afghanistan ein.
Foto: dapd
Kundus –  

„In Teilen Afghanistans gibt es schon Trendwenden“, sagte zu Guttenberg (CSU) am heutigen Donnerstag in der Hauptstadt der Provinz Farjab, Meimane. Er hoffe, dass man im kommenden Jahr wie geplant mit der Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte beginnen könne. „Das muss aber auch an Kriterien gebunden sein.“
Zu diesen Kriterien sagte Guttenberg: „Es müssen auch Ergebnisse vorliegen. Man hört hier von den Verantwortlichen, dass man diesen Ergebnissen näher kommt.“ Er fügte hinzu: „Ich spreche immer davon, dass wir ein erträgliches Maß an Stabilität brauchen.“

Der Minister besuchte in Meimane das norwegische zivil-militärische Wiederaufbauteam (PRT). Dort sind 360 Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf aus Norwegen, Lettland, den USA und Mazedonien stationiert. Die Bundeswehr hat in der Isaf das Regionalkommando für Nordafghanistan. In Meimane sind 360 Isaf-Soldaten aus Norwegen, Lettland, den USA und Mazedonien stationiert. Die Bundeswehr hat in der Isaf das Regionalkommando für ganz Nordafghanistan.

Bei einer Operation der Bundeswehr und anderer Truppen in der nordafghanischen Provinz Kundus sind nach afghanischen Polizeiangaben bislang mindestens zehn Taliban-Kämpfer getötet worden. 15 mutmaßliche Aufständische seien verwundet worden, sagte Provinz-Polizeichef Abdul Rahman Sajedchaili der Nachrichtenagentur dpa.

Die Operation im Distrikt Char Darah hatte am Sonntag begonnen und ist noch nicht zu Ende. Nach Angaben der Bundeswehr sind bislang drei deutsche Soldaten leicht verwundet worden. Sajedchaili sagte, auch drei afghanische Polizisten seien verletzt worden. An der Operation „Almasak“ (Dari für Blitz) nehmen 480 Angehörige der Isaf und der afghanischen Sicherheitskräfte teil. Unter den Soldaten sind zahlreiche Deutsche und Amerikaner. (dpa)

Datum:  4 | 11 | 2010
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