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Patrick Ochs im Interview: „Kein klassischer Fehlstart“

Patrick Ochs im FR-Interview über den eingeschränkten Trainingsbetrieb, zu schnelle Mittelfeldspieler und seinem ersten Saisontor für die Eintracht (mit Video).

        

Immer 100 Prozent: Patrick Ochs.
Immer 100 Prozent: Patrick Ochs.
Foto: pressehaus

Herr Ochs, zehn Feldspieler beim Training, der Rest ist verletzt oder bei Ländermannschaften. Da kann man doch gar nicht wettkampfgerecht üben, oder?

Im Gegenteil. Das Training ist intensiver. Wir müssen die Übungen schneller hintereinander absolvieren, die Pausen sind kürzer, wir kommen viel öfter dran. Und wir bolzen dadurch mehr Kondition. Wir machen mehr Waldläufe als in einer normalen Trainingswoche ohne Länderspiele.

Zur Person
        

Jan Hübner

Patrick Ochs, 26, muss heute Abend (18 Uhr) beim Testspiel gegen den Hessenligisten RSV Würges die Binde an den etatmäßigen Spielführer Chris abgeben. Der Brasilianer soll am Freitag erstmals seit Mai wieder ein Fußballspiel bestreiten, um fit für Mönchengladbach zu werden. Sebastian Rode muss sich einer Kernspintomographie untetrziehen - Verdacht auf Meniskusschaden. kil

Müssten nach dem klassischen Fehlstart der Eintracht mit den beiden Niederlagen nicht eigentlich alle Mann an Bord sein, um die Mannschaft wieder aufzubauen?

Was heißt hier klassischer Fehlstart? Ein klassischer Fehlstart wäre, wenn wir in beiden Spielen katastrophal schlecht gespielt hätten. Das haben wir aber nicht. Auch wenn wir null Punkte haben, war unsere Leistung in Ordnung. In Hannover hätten wir gewinnen müssen, gegen den Hamburger SV haben wir 60 Minuten als Mannschaft gut gestanden, wir haben kaum Chancen zugelassen und hatten unsererseits einige gute Möglichkeiten. Das ist alles andere als ein klassischer Fehlstart.

Und doch wird das Umfeld langsam nervös.

Natürlich wird der Druck größer, wenn wir jetzt auch noch das dritte Spiel verlieren sollten. Das ist klar. Aber wir werden in Gladbach was holen. Jetzt müssen wir langsam Punkte sprechen lassen. In Gladbach müssen die ersten Punkte her, ohne Wenn und Aber. Wir brauchen aber auch ein Quäntchen Glück....

...oder zumindest Linienrichter, die Sie nicht so häufig fälschlicherweise im Abseits wähnen.

Ja, das war sehr ärgerlich, sowohl in Hannover als auch gegen Hamburg war ich jedes Mal klar hinter dem Gegenspieler.

Video zum Thema

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen vermutet, Sie flitzten als Mittelfeldspieler für das Auge des Linienrichters zu schnell nach vorne.

Das glaube ich jetzt nicht. Aber wahr ist schon, dass dieses schnelle Spiel, diese weiten Diagonalpässe auf mich eine unsere Stärken sind. Marco Russ und Pirmin Schwegler schlagen diese Bälle super. Wenn die Bälle aus der Tiefe kommen, hat keine Abwehr eine Chance. Das fing schon bei meinem ersten Spiel im rechten Mittelfeld an, als ich gegen die Hertha gleich ein Tor erzielte.

Apropos Tore. Sie hatten sich vorgenommen, mehr Tore zu schießen. Das abgefälschte Tor gegen den HSV wurde Ihnen zugeschrieben.

Das Tor war mir nicht so wichtig, denn wir haben ja verloren. Gut, jetzt habe ich eines auf dem Konto. Aber ich will Tore schießen, die zum Sieg führen.

Interview: Thomas Kilchenstein

Datum:  2 | 9 | 2010
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