Das Interview von Ioannis Amanatidis mit der Frankfurter Rundschau, in dem der griechische Stürmer anzweifelt, dass bei Eintracht Frankfurt streng nach Leistung aufgestellt wird, hat für reichlich Wirbel gesorgt beim hessischen Bundesligisten. Vorstandschef Heribert Bruchhagen war am Montag nicht erfreut über die Aussagen, mit denen der langjährige Kapitän unverhohlen Trainer Michael Skibbe kritisiert. „Ich halte dieses Interview für nicht gut“, sagte der Eintracht-Boss der FR. „Zu behaupten, dass bei uns das Leistungsprinzip nicht gilt, ist schlicht falsch.“ Bruchhagen kündigte ein Gespräch mit dem 28-Jährigen an. „Das ist doch klar. So geht es nicht. Es steht ihm nicht zu, so etwas zu sagen.“ Ein Strafe wird es für Amanatidis aber nicht geben.
Der Angreifer hatte beklagt, dass seine guten Trainingsleistungen nicht berücksichtigt würden. Der 31-fache Nationalspieler, von zwei Operationen am geschädigten Knorpel genesen, wurde von Skibbe zuletzt gar nicht mehr berücksichtigt. In den zurückliegenden Spielen saß er stets auf der Bank, viermal wurde er erst spät eingewechselt: gegen Nürnberg in der 84. Minute, in Stuttgart in der 90., in Kaiserslautern in der 89. und gegen Wolfsburg in der 90. Minute. Dreimal blieb er auf der Bank, auch in den beiden letzten Spielen in Bremen und gegen Hoffenheim. Amanatidis, ab und zu von kleineren Blessuren heimgesucht, fühlt sich nicht angemessen wertgeschätzt. Bruchhagen hat dafür kein Verständnis. Auch Amanatidis’ Hinweis, er sei im Training stets einer der Besten, lässt der Vorstandsvorsitzende nicht gelten: „Der Trainer handelt nach seinen Eindrücken, er kann das am besten beurteilen. Und ich vertraue dem Trainer.“
„Ein Gesprächsvertrauter“
Bruchhagen glaubt, es sei vielmehr so, dass „Amanatidis aus seiner Enttäuschung und einer emotionalen Empfindung heraus übers Ziel hinausgeschossen ist“. Das Interview sei „doch nur der Tatsache geschuldet, dass er nicht spielt“. Amanatidis’ Aussagen, er stelle sich nach wie vor in den Dienst der Mannschaft und ihm sei am Wohl des Klubs gelegen, hebt Bruchhagen ausdrücklich lobend hervor. „Er hat immer meine Unterstützung und zu unserer Aufwärtsentwicklung sehr stark beigetragen. Er war auch immer vereinsloyal. Er ist auch ein Gesprächsvertrauter, genauso wie es früher Christoph Preuß oder Arie van Lent waren. Er genießt hier höchste Anerkennung. Aber deshalb darf er nicht sagen, dass hier das Leistungsprinzip nicht gilt. Noch mal: Das ist einfach falsch.“
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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